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01.12.2004 - 10:07:00

Wortstudio (CD)

Veröffentlichung: 19.07.2004
Künstler: WILLY ASTOR- Webseite
Label: BMG Ariola (82876 62676 2)- Webseite
 
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Knapp drei Jahre nach der letzten Veröffentlichung "Gehe hin und meerrettich" ist es Willy Astor (* 6. 9. 1961 in München) gelungen, ein meisterliches Nachfolgealbum zu präsentieren.

Willy Astors "Wortstudio" ist wahrhaftig ein stilistischer Rundumschlag des Münchner Komödianten und beweist einmal mehr seine humoristischen Fähigkeiten, sowohl prosaisch als auch musikparodistisch.

Mit Kurzweil und schier unerschöpflichen Ideen gespickt, bewegt sich Astor, ohne jemals Epigone zu sein, bewusst in tiefer Verneigung auf den Spuren von Karl Valentin und Heinz Erhardt ("toi tol stoi") und verpackt in ein achtminütiges Filmspektakel ("cinema die Helden") so furios über 160 Kinoklassiker, dass einem bis zum Happy-End besagte Klappe offen bleibt.

Für Astor (gelernter Maschinenbau Techniker) nur eine Schublade aufzumachen, würde ihm nicht gerecht. Allein seine musikalischen Einfälle geben Beispiele en masse für die Vielfältigkeit des glänzenden Gitarristen, der nächstes Jahr sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiert. Mit einer wunderbaren Ode huldigt er im "Lied für Österreich" und beim "Reiz der Schweiz" den Alpennachbarn, sprudelt beim überfälligen Hauptstadtsong "Berlin, wa!" regelrecht über, verblüfft mit der hitverdächtigen HipHop-Parodie "Fasermacker", als wäre er ein vergessener Sohn Mannheims und verleiht dem Album am Ende regelrecht Flügel mit der Pianoballade "Gestern hab i mein Wecker derschlag`n!"

Willy Astor, schon lange kein rein süddeutsches Phänomen mehr, ist dem zeitgeistigen "Comedy" - Boom zum Trotz immer "Komödiant" geblieben, wie er gerne betont, ein "Alleinunterhalter im modernen Sinne", und liefert mit dem "Wortstudio" sein vermutlich bisher bestes Album ab. Ein Album, das vor Wortwitz schier überquillt und bis zum Schluss seinen Charme behält.

Am Ende erliegt man der Versuchung, es gleich wieder auflegen zu wollen, weil so viel darin versteckt ist und beim ersten Abhören viele Feinheiten untergehen.

"Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt" ...schrieb Joachim Ringelnatz.

Willy Astor hat ihn nun wieder gedrückt, diesen Knopf.

Weil er weiß, wo er sitzt.


EIN KLEINER ABRISS DER BERUFLICHEN VITA

1991 Erste Fernsehpräsenzen (z.B. "Live aus dem Nachtwerk", o.ä.).

Langsam steigt die bayernweite Akzeptanz und Medienverbreitung, nicht zuletzt durch Astors Autorentätigkeit beim landesweiten Radiosender "Antenne Bayern"; Astor begleitet Früh-Moderatoren in die Sendung und schreibt "Unterhaltungselemente", Songs zum aktuellen Tagesgeschehen und das Hörspiel "Die Feuchtgrubers".

Starke Tourneetätigkeit mit den Programmen "Astorlavista Baby", "Der Schatz im Silbensee", "Scherz-Spezial-Dragees".

1993 Das Bayerische Fernsehen sendet erstmals eine Stunde aus Astors aktuellem Soloprogramm.

1996/97 Erste eigene Fernsehsendung im Bayerischen Dritten: Acht Folgen von "Die Willy Astor-Show" mit Günther Grünwald. Die Intendanz setzt die Sendung trotz des großen Erfolgs ab.

1998 Astor ausverkauft alle Bühnen und Hallen, die es in Bayern zu bespielen gibt, allein sieben Mal in Folge den Münchner Circus Krone, seine Tonträger erklimmen wochenlang die deutschen Charts.
Es folgen Tourneen außerhalb Bayerns. Auftritte als "Support-Act" von Badesalz, PUR und Bodo Bach.
Das BFS sendet in einem Special "Die Willy Astor Nacht", 352 min. Programm am Stück, ohne Werbung.
Astor komponiert die aktuelle FC Bayern-Hymne "Stern des Südens".
Der "Kaiser" ist begeistert!

1999 Erste Gastauftritte bei "7 Tage, 7 Köpfe".

2001 Astor, mittlerweile eine feste Größe im süddeutschen Unterhaltungs-Genre, veröffentlicht nach seinem ersten Instrumental-Ausflug 1994 seine zweite Akustik-Gitarren-CD "The Sound Of Islands" und überrascht mit einem Album voller gefühlsbetonter Balladen, ohne Worte.

Mai 2001 Bayerischer Musikkabarettpreis "Der goldene Spaten".

Juni 2002 Berliner Musik-Kabarettpreis "Die Wühlmäuse"

WEITERE INFOS, TOURDATEN und BIOGRAFISCHES auf www.willy-astor.de - sehr unterhaltsam aufbereitet!


TITELLISTE und HÖRBEISPIELE...

1.Herr Waalkes, bitte 37!
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Im Nachhinein
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Doping wondratschek
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31.
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33.Gestern hab ich mein Wecker daschlag'n!


 

 
Fakten:
Veröffentlichung: 19.07.2004
Künstler: WILLY ASTOR - Webseite
Label: BMG Ariola (82876 62676 2) - Webseite
 
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