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04.08.2006 - 00:00:00

UWE BUSSE
1.000 rote Rosen und ganz viel "Herzgeflüster" zum silbernen Doppel-Jubiläum…!

Uwe Busse im Interview! Und: Alle Infos zu seinem 5. Album "Herzgeflüster"!

Mit dem Song "Lieber Gott" von seiner ersten CD "Ich habe einen Traum" gewann UWE BUSSE die "Goldene Stimmgabel 2003". Dann kamen Hits wie "Horst ist ein Held", "Sieben Sünden" (mit einer neuen Version des Hits kamen DJ Ötzi und Mark Pircher Anfang des Jahres heraus), "Die Hormone fahren Achterbahn", "Schöne Mädchen haben große Handtaschen" sowie "Merci, mon amour" im Duo mit Simone. Sein Song "Sommer `76" landete ganz oben in den Schlager-Charts. Am 30. Juli stellt der beliebte und erfolgreiche Sänger in der ARD-Show "Immer wieder sonntags" bei Stefan Mross sein brandaktuelles Album "Herzgeflüster" vor (das am 04. August auf den Markt kommt) und es folgen zahlreiche Radiosendungen sowie Fernsehauftritte für den 45jährigen Senkrechstarter bis hin zur großen ZDF-Show "Melodien für Millionen" mit Dieter Thomas Heck.

Für Uwe Busse , der u.a. für G.G. Anderson, Roland Kaiser, Wencke Myhre sowie Audrey Landers Erfolgs-Schlager am laufenden Band schrieb und fast zwei Jahrzehnte lang die "Flippers" produzierte, ist 2006 ein Jahr mit einem silbernen Doppel-Jubiläum: vor 25 Jahren heiratete der Wahl-Hesse aus Bad Arolsen mit Zweitwohnsitz auf Mallorca seine Frau Katharina (44) und vor der Tür steht das 25. Berufsjubiläum. Doch ans Feiern denkt der Mann (29xGold und 9xPlatin), der in seinem Studio im Stillen Melodien für Millionen produziert, zurzeit am allerwenigsten. Denn sein Terminplan ist durch die Präsentation seines Albums für die nächste Zeit fast vollständig ausgebucht. Im Interview spricht er nicht nur über sein seine Arbeit sondern auch ganz offen über seine Ehe, das Geheimnis seiner Erfolge sowie eine kleine Schwäche...

 

Das aktuelle Interview mit UWE BUSSE ((mit bestem Dank an bws press / Bernd W. Schmidt)

Gibt es auf Ihrem Album "Herzgeflüster" ein Lied, das Ihnen ganz besonders am Herzen liegt?

Der "König der Welt" wird viele an mein "Lieber Gott" erinnern. Wenn ich mit diesem Lied auf der Bühne stehe, merke ich immer wieder, dass selbst in der lärmenden Atmosphäre eines Festzeltes plötzlich eine festliche Stimmung einkehrt. Viele Zuschauer haben mir hinterher gesagt, dass sie bei dieser Melodie eine Gänsehaut bekommen haben. Die Frage "Wer ist der König der Welt?" beschäftigt Millionen Menschen, die sich nach Frieden und Versöhnung sehnen. Ich befasse mich intensiv mit den verschiedenen Religionen und dieses schwere Thema hat mich sehr beschäftigt. Das romantischste Lied ist "Liebesbrief mit 1000 roten Rosen".

Wie wertvoll sind Auszeichnungen für Sie?

Sie haben für mich einen großen Stellenwert und bedeuten mir mehr als Geld. Ob es Gold, Platin, Stimmgabel oder Ehrungen von Rundfunksendern wie der "Goldene Gisbert" von SWR 4 sind. Bei dieser "Super-Wunschmelodie" dieses Senders aus Stuttgart bin ich übrigens mit "Lieber Gott" auf Platz 1 gelandet.

Sie können demnächst Ihr 25.Berufsjubiläum feiern. War der Weg zum Erfolg früher leichter?

Ich glaube, dass es immer gleich schwer ist. Man muss es machen, wenn das Herz es will. Meine Eltern haben gesagt "Das ist brotlose Kunst" und mein Schwiegervater hat meine Frau gewarnt "Du wirst immer für das Hobby deines Mannes arbeiten müssen." Sie arbeitet auch unheimlich viel mit, doch ich bin etwas stolz darauf, dass diese Kunst nicht brotlos ist. Aber ich habe die Zeit nicht vergessen, wo niemand einen Song von mir haben wollte. Und wie ich mich durchbeißen musste und man den Glauben an sich selbst nicht verlieren darf. Die Möglichkeiten ändern sich, aber dieser unbedingte Wille bleibt immer die Voraussetzung für einen Erfolg. Ich komponiere heute noch trotz Computer nur am Klavier."

Wie sind Sie zur Musik gekommen?

Schon als Kind habe ich Musik machen und auf der Bühne stehen wollen. Die Schule war für mich ein Gräuel, nur die Schüler-Band und der Musikunterricht haben mich wirklich interessiert. Kein Instrument war vor mir sicher von der Blockflöte in der Adventszeit bis zum Akkordeon meiner Großmutter, das ich heute noch in Ehren aufbewahre. Deshalb waren meine Schulnoten nicht besonders, aber ich habe blendende Aufsätze geschrieben. Zwar habe ich mal Klavierunterricht bekommen, doch ich bin Autodidakt.

Schreiben und komponieren Sie jeden Tag?

In unserem Haus auf Mallorca funktioniert das sehr gut, aber ich brauche einen geregelten Tagesablauf. So dass ich morgens ausgeruht am Frühstückstisch sitze, anschließend einen Spaziergang mache und dann anfange zu arbeiten. Erst ist es ein Kampf, wobei der Schreibtisch sowie das Keyboard fast zu Feinden werden. Dann fängt man an aufzuräumen und zu ordnen. Plötzlich kommt man auf die Fährte und es lässt einen nicht mehr los. Ich leide sehr bei der Arbeit, schlafe nachts kaum und es kommt vor, dass ich morgens um vier aufspringe und den Einfall auf meinem Diktafon festhalte. Manchmal ist es nur ein Spruch auf einer Wand oder ein Satz, der am Nachbartisch in einem Straßencafe fällt, wo es bei mir "Klick" macht. Meine Lieder erzählen Geschichten aus dem Leben.

Kennen Sie Lampenfieber?

Klar, ich kann vor Auftritten nichts essen und trinken. Doch ich mag diese Anspannung, bevor man raus auf die Bühne geht. Der Applaus belohnt für alles.

Könnten Sie sich auch eine ganz andere Karriere vorstellen?

Ja, zum Beispiel als Romanautor, denn ich habe eine blühende Phantasie. Darüber hinaus hätte ich mir den Besuch einer Schauspielschule vorstellen können, denn ich liebe Komödiantisches. Gelernt habe ich allerdings ein bodenständiges Handwerk, ich bin Elektriker.

Welche Musiker sind Ihre ganz persönlichen Superstars?

Ich bin ein großer Fan von "Abba" und schaue mir im Fernsehen alle Specials an. Es ist sehr schade, dass ich sie nie in einem Konzert live erlebt habe. Die Zeitlosigkeit dieser Lieder mit manch kleinen, klassischen Einwürfen, die heute noch die Hitparaden stürmen, ist unglaublich. Mit den Hits dieser Gruppe bin ich groß geworden und was die beiden Herren Björn und Benny geschrieben haben ist umwerfend. Sie zu treffen wäre Wahnsinn.

Wie haben Sie Ihre Frau Katharina kennen gelernt?

Mein Bruder Maik war dabei unbewusst der "Götterbote". Unsere Eltern hatten eine Tankstelle in Northeim bei Göttingen und im Hinterzimmer erhielt Maik wegen seiner damaligen Matheschwäche Nachhilfeunterricht –von Katharina. Als wir uns das erste Mal begegnet sind, hat sofort der berühmte Blitz eingeschlagen. Mein Bruderherz hat übrigens inzwischen mächtig Karriere gemacht und ist jetzt Finanzdirektor eines amerikanischen Lebensmittelkonzerns.

Haben Sie Ihrer Frau einen romantischen Heiratsantrag gemacht?

Es gab für den Zeitpunkt eher rein praktische Gründe. Damals sollte ich zur Bundeswehr und als mir ein Freund vorschwärmte: "Wir gehen zum Standesamt, weil man als verheirateter Rekrut wesentlich mehr Geld bekommt", habe ich Katharina gefragt "Warum heiraten wir nicht auch?". Sehr phantasievoll war das sicher nicht.

Und dann haben Sie bei der Bundeswehr das große Geld verdient?

Leider nicht. Nach meiner Musterung und unserer Heirat eröffnete mir der Mann im Kreiswehrersatzamt: "Ab sofort ist ein neues Gesetz in Kraft, dass Verheiratete nicht mehr eingezogen werden, weil sie dem Bund zu teuer sind."

Kennen Sie Ihren Kontostand?

Ich habe keine Ahnung, meine Frau managt alles. Ohne sie wäre ich verloren.

Wie viel Trennung hält eine Ehe aus?

Das ist sicherlich von Fall zu Fall verschieden. Manche Freunde können nicht verstehen, dass wir ein Haus in irgendeiner Einöde mieten und 14 Tage lang spazieren, lesen, abends in die Sauna gehen und nicht einmal den Fernseher einschalten. Manchmal tut es auch gut, einige Tage getrennt zu sein. Aber am dritten Tag wird’s schon brenzlig.

Wie wichtig ist Treue?

Treue ist das Fundament. Und wir haben offenbar nicht auf Sand gebaut.

Haben Sie ein Rezept für Partnerschaften?

Dem anderen zuhören und ihn respektieren. Wenn man mit einem Künstler verheiratet ist, muss der Partner schon mal zurückstecken können.

Wer hat das letzte Wort in der Familie?

Frauen sind ja sehr geschickt darin, einem dieses Gefühl zu vermitteln. Ich bestimme sehr gern, aber ich bin sensibel genug, mit Blick auf meine Frau alles umzuwerfen.

Welche Autoren lesen Sie besonders gern…

Zum Beispiel Henning Mankell , John Grisham und Dan Brown...

… und wer sind Ihre Lieblings-Schauspieler?

International gesehen sind das u. a. Tom Hanks sowie Julia Roberts. Von deutschen Schauspielern gefallen mir besonders Charakter-Typen wie Günter Strack, Heinz Rühmann und Barbara Rudnik.

Mit wem würden Sie gern mal für einen Monat tauschen?

Mit einem Freund in Berlin, der das Leben pur jeden Tag in vollen Zügen genießt. Er hat immer einen vollen Terminkalender. Aber es sind nur Termine, die ihm Spaß machen ohne jede Verpflichtung. Just for fun. Davon träume ich manchmal.

Was war für Sie ein besonders schöner Augenblick?

Als ich bei der Verleihung der "Goldenen Stimmgabel" hinter den Kulissen erst den Applaus für meine Flippers mitbekommen habe und als dann nach meinem Auftritt mit dem Lied "Die sieben Sünden" das Publikum getobt hat. Das hat mich fast umgehauen.

Wo sehen Sie eine kleine Schwäche bei sich selbst?

Manche denken sicherlich, dass ich mitunter ganz schön nervig bin, weil ich möglichst immer perfekt sein will. Zugegeben, ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch.

Glauben Sie an eine Wiedergeburt?

An eine Art Zwischenwelt schon. Als wir zum Beispiel auf Mallorca ein Kloster besuchten, schoss mir auf einmal durch den Kopf "Hier war ich schon einmal in einem anderen Leben". Oder es gibt Momente, wo ich mit Personen zusammensitze und plötzlich denke, dass ich schon mal in einer ganz anderen Zeit in dieser Runde gesessen habe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einfach das Licht ausgeht und alles vorbei ist.

Versuchungen sind...

Ein Stück Sachertorte, ein gutes Glas Wein und schöne Autos.

Sind Sie ein Optimist?

Oft habe ich Zweifel, weil ich sehr weit voraus denke. Da kommt der Pessimist durch. Optimist bin ich dagegen im alltäglichen Leben, wenn es um konkrete Sachen geht. Im Grunde bin ich beides und das Positive siegt meistens.

Ihre Henkersmahlzeit?

Da wandelt sich der Geschmack. Im Augenblick wären das Schmetterlingsnudeln mit grünem Spargel, Thunfisch und einer Sahnesoße nach einem Rezept von Alfred Biolek.

Haben Sie Gewichtsprobleme?

Nicht wirklich, aber ich muss schon auf die Figur achten. Früher war Sport Mord für mich, aber seitdem ich 40 geworden bin, lebe ich gesünder, bewusster und gehe ins Fitness –Studio.

Lieben Sie Mode?

Das ist ein großes Thema, weil ich alles Schöne liebe. Aber gern bummeln und einkaufen gehe ich im Gegensatz zu meiner Frau nicht. Am liebsten wäre mir ein einziges Geschäft, wo man einmal den großen Rundumschlag machen kann.

Wie geht es Ihrer Windhund-Dame "Saida", die ja mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte?

"Saida" geht es für ein fast 14 Jahre altes Tier sehr gut, sie hat alle gesundheitlichen Probleme gemeistert. Zwar braucht sie ihre Tabletten, aber sie ist fit. Auch nach einem Fünf Kilometer- Spaziergang will sie noch spielen, sie hat die Kondition einer Sechsjährigen. Nur lange Reise sind nichts mehr für sie und auf glattem Boden fühlt sie sich sehr unsicher.

Wie erholen Sie sich am besten vom Stress?

Auf langen Spaziergängen, von denen ich mitunter richtig kaputt zurückkomme.

Haben Sie eine Lebensphilosophie?

Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben.

Wissen Sie schon, was einmal auf Ihrem Grabstein stehen soll?

Mit dem Tod befasse ich mich nicht so sehr. Aber ich weiß natürlich, dass es jeden Tag passieren kann. Der Satz "Das Leben war schön..."gefällt mir...


 





Produkt-Info "Herzgeflüster" (Quelle: Koch Universal)

Ein romantischer Titel mit Gänsehaut-Feeling - "Herzgeflüster" heißt die aktuellste CD von Uwe Busse zum 25.Jubiläum. Der überaus erfolgreiche Sänger: "Freunde haben mir gesagt, dass dieses neue Album so fesselnd geworden ist wie ein gutes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ein wunderschönes Kompliment…"

"Herzgeflüster" ist eine spannende, breit gefächerte Mischung mit 15 Titeln von Liebessongs zum Träumen und Balladen, die unter die Haut gehen, bis zu dem Muntermacher-Schlager "Es lebe die Tour". Uwe Busse: " Es ist nach meinen drei ersten Alben auch ein bisschen ein sentimentales Eintauchen in die musikalische Vergangenheit wie bei "Hand aufs Herz" über einen kuriosen Trend der Gegenwart in "Grand Hotel Mama" bis hin zu einer ungewissen Reise in die Zukunft bei "König der Welt (Gott hat viele Namen)". Mit vielen gefühlvollen Titeln, abwechslungsreich im Tempo, aber auch mit packenden, zeitnahen Themen. Ich habe es mit sehr, sehr viel Herzblut geschrieben."

Entstanden sind die meisten Songs, die alle von dem beliebten Sänger und Hitproduzenten selbst geschrieben wurden, seit Herbst letzten Jahres auf Mallorca. "Aber nicht bei einem Glas Wein unter Palmen in der Sonne, sondern ich habe beim Komponieren in einem kleinen Studio am Keyboard gesessen und nach musikalischen Ideen gesucht. Auch wenn ich mitunter vergeblich gesucht habe und das Weiterarbeiten in einer solch südländischen Umgebung manchmal schwer gefallen ist."

Geholfen haben dem vielseitigen Künstler dabei auch Geschichten aus dem Leben wie bei dem witzigen Loblied "Grand Hotel Mama":" Ich bin über Freunde auf diese Idee gekommen, deren beide Söhne jetzt langsam anfangen, etwas flügge zu werden. Der eine ist über 30, der andere Mitte 20 und bis vor kurzem haben sie noch Zuhause gewohnt. Sie lassen sich aber immer noch gern von Mama die Wäsche waschen und bekochen. Das ist wohl ein Trend der Zeit und fünf Sterne gibt es eben nur Zuhause bei Mama zum Nulltarif."

Ein romantisches, melancholisches Lied mit einer musikalischen Untermalung von Wolfgang Amadeus Mozart ist die "Kleine Nachtmusik und Tränen", die die Geschichte einer schicksalhaften Liebesgeschichte erzählt." Ich bin fasziniert von dem, was Mozart geschrieben hat und ich habe seine kleine Nachtmusik als Melodie aufgegriffen, weil sie so einfach und genial ist. Er war ein Superstar seiner Zeit…"

Atemberaubende Musik für Verliebte allein zu zweit beim Kerzenschein ist der Titel-Song "Herzgeflüster". Eine Pop-Ballade, die die Herzfrequenz von Liebenden in die Höhe treibt. Uwe Busse zu dieser außergewöhnlichen Wortschöpfung: "Jeder kennt das Gefühl, wenn man nicht weiß, was man sagen soll. Wenn das um, bum, bum von beiden Seiten kommt, dann ist es Herzgeflüster…"

Eine Liebeserklärung pur ist der Titel "Liebesbrief mit 1000 roten Rosen". "Manche Leute werden vielleicht sagen, dass das kitschig klingt. Aber rote Rosen sind die Boten der Liebe, das werden sie auch noch in hundert Jahren sein. Ich kaufe zu jedem Hochzeitstag meiner Frau einen Strauß Rosen. Jede Frau fühlt sich da ein wenig geschmeichelt und freut sich über einen Liebesbrief."

"Hand aufs Herz" mit einem ganz eigenwilligen, faszinierenden Sound, der an die berühmte Pop-Gruppe "Rubettes" erinnert, ist ein temperamentvoller Liebesschwur zum ewig aktuellen Thema Eifersucht, die auch der Sänger kennt, der seit 25 Jahren mit Ehefrau Katharina verheiratet ist: "Manchmal kommen einem solche Gedanken selbst dann, wenn es nicht den geringsten Anlass gibt. Es ist ja aber auch ein Zeichen der Liebe, dass da noch ganz, ganz viel Gefühl ist. Bei dem Arrangement bin ich musikalisch wirklich ein wenig zurück in die turbulenten 70iger Jahre eingetaucht."

Doch Uwe Busse lebt sehr bewusst in der Gegenwart und sieht auch die Schattenseiten wie in "Die Welt weint 1000 Tränen". "Ich bin naturverbunden und mir fällt vieles auf, was zum Beispiel in der Umwelt nicht in Ordnung ist. Wo Verschwendung herrscht und Raubbau betrieben wird. Ich will nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mehr poetisch darauf hinweisen, dass die Mutter Erde wunderschön ist, aber dass man sie wertschätzen muss. Sonst verliert man sie."

Eine einfühlsame, traurige Geschichte von einem kleinen Vogel, der einer alten, einsamen Frau viel Sonnenschein in ihre Hinterhof-Wohnung und in ihr Herz brachte, erzählt "Caruso singt nicht mehr". "Das Altwerden bringt ja mitunter ganz dramatische Dinge mit sich und manch älterer Mensch sehnt sich schon danach, dass der Briefträger mal vorbeischaut. So spielen Haustiere eine ganz wichtige Rolle in ihrem Leben und sie sind ja mitunter treu bis in den Tod…"

Mit seinem Hit "Lieber Gott" wurde Uwe Busse mit der "Goldene Stimmgabel 2003" ausgezeichnet, in seinem Lied "König der Welt" greift er das Thema Religion bewegend und faszinierend auf – die Suche nach Versöhnung über alle Grenzen hinweg. Uwe Busse:" Menschen haben verschiedene Vorstellungen von dem, was sie glauben. Schlimm ist, dass Andersgläubige diskriminiert und verfolgt werden, dass es zu Glaubenskriegen kommt. Das "AMEN" aus dem alten Testament hat selbst der Islam angenommen. Warum gibt es nicht ein gemeinsames Gebet, das alle großen Religionen verbinden würde? Wo man Toleranz, Offenheit sowie Respekt vor dem Anderssein findet. Denn viele Regeln und Ziele sind doch sehr ähnlich."

Einen ganz besonderen Grund für ein Fest gibt es jetzt schon: das 25.jährige Künstlerjubiläum. Als sich Uwe Busse 1981 entschloss, nach seiner Ausbildung als Elektro-Installateur Musiker zu werden, veränderte dieser Schritt sein ganzes Leben:" Mit meiner Heavy Metal Band "Phoenix" und den damals üblichen Groupies im Gefolge fing alles an. Wir haben nach den Auftritten im Auto geschlafen und davon geträumt, große Rockstars zu werden." Dass der Traum vom Erfolg im schillernden Showgeschäft so schnell Wirklichkeit wurde, ist dem heute in Bad Arolsen lebenden Vollblutmusiker mit eigenem, hochmodernem Tonstudio immer noch ein wenig unheimlich. Dabei hat der 45jährige hart dafür gearbeitet und immer wieder vieles auf den Prüfstand gestellt. So schrieb er recht bald eigene Lieder und Texte, begann zu arrangieren und von da an war der Schritt zum Erfolgs- Produzenten vorgezeichnet.

Schnell wurde die Branche auf Uwe Busse aufmerksam. "Für mich bleibt unvergesslich, wie der damals berühmte Rex Gildo, den ich nur als Fernsehzuschauer aus der ZDF-Hitparade kannte, plötzlich in meinem Wohnzimmer saß. Und manchmal wird ein Hit erst auf Umwegen ein Erfolg. Wie mein Titel "Die rote Sonne von Barbados" mit den "Flippers", die ich ja 19 Jahre lang produziert habe. Sie wollten den Titel zunächst nicht singen, weil ihre Platte schon komplett fertig war. Dann wollte die Gruppe "Fernando Express" dieses Lied sofort aufnehmen, aber plötzlich war ihr Sänger unauffindbar verschwunden. Nach einigen intensiven Gesprächen mit der Plattenfirma gingen die "Flippers" dann doch noch mal ins Studio und es wurde ein Riesenhit. Es ist Wahnsinn, was ich alles erleben durfte. Doch es gehört auch eine riesige Portion Glück dazu, die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Natürlich werden wir ein bisschen feiern. Das wird zwar nicht ganz einfach, weil viele Weggefährten einen vollen Terminkalender haben – aber wir arbeiten daran…"

 

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