16.08.2006 - 00:00:00
THE BEATLES
"Beatlemania" in Marburg: ARD dokumentiert Kleinstadtposse!
Der Vorgang liegt schon 40 Jahre zurück, doch in Marburg ist die damalige "Beatlemania" unvergessen: 1966 wollte der Friseur Ferdinand Kilian - "Ferdie" genannt - die BEATLES in die mittelhessische Provinz holen. Das vermeintliche Konzert wurde ein großer Reinfall, weil Ferdie einem Betrüger aufgesessen war.
Die skurrile Kleinstadtposse wird von Michael Wulfes in einem Dokumentarfilm des Hessischen Rundfunks erzählt, den die ARD an diesem Mittwoch (23.45 Uhr) ausstrahlt.
Wulfes hat sich unter dem Titel "Der Tag, als die Beatles beinahe nach Marburg kamen" seinem Thema mit liebevoller Ironie genähert. Er hat das Marburg der 60er Jahre - damals entstanden in der Fachwerkstadt die ersten Beat-Clubs - durch Archivmaterial lebendig werden lassen. Der Dokumentarfilmer hat mit zahlreichen Zeitzeugen in der traditionsreichen Universitätsstadt gesprochen, außerdem wurden viele Szenen nachgespielt.
Der Friseur, in seiner Heimatstadt damals bekannt "wie ein bunter Hund", war selbst großer Beatles-Fan und hatte sich von einem Kunden zur Organisation des Konzerts beschwatzen lassen. Dieser hatte sich als Freund von John Lennon ausgegeben. Ferdie, der bis dahin gerade mal den örtlichen "Sinalco"-Ball organisiert hatte, verkaufte Konzertkarten und hängte überall Plakate auf. Dann flog der Schwindel auf. Ferdie wurde deswegen anschließend mehrfach verprügelt. Heute können die Marburger darüber nur noch schmunzeln.
Quelle: dpa
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