26.05.2008 - 00:00:00
smago! KOLUMNE
GRAND PRIX DER VOLKSMUSIK
"Deutscher Vorentscheid 2008" - ein "Grand Prix der Vielseitigkeit"!
Ein Jahr vor der "Silberhochzeit" steht der "Grand Prix der Volksmusik" ausgesprochen gut da...: Beim Vorentscheid in Österreich (am 3. Mai 2008 in Wien) wurden innerhalb von zehn Minuten sage und schreibe 112.863 Anrufe gezählt (der Vorentscheid der Schweizer war bereits am 19. April über die Bühne gegangen). Und beim deutschen Vorentscheid zum "Grand Prix der Volksmusik 2008", der am 21. Mai in München ausgetragen wurde, war das Medien- und Zuschauerinteresse derart groß, dass längst nicht alle Kartenwünsche befriedigt werden konnten. Inzwischen hat auch Südtirol (am 23. Mai in Algrund) über seine vier Final-Teilnehmer abgestimmt. Und für das große Finale am 30. August im Hallenstadion in Zürich gibt es bereits jetzt nur noch wenige Restkarten. Totgesagte leben bekanntlich länger.
Der ARGE (= Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der musikalischen Unterhaltung) unter dem Vorstand von Frau Gundula Walter gebührt in diesem Jahr ein ganz großes Lob, denn der deutsche Vorentscheid 2008 war an musikalischer (und textlicher) Vielfalt kaum noch zu übertreffen. Im Grunde genommen war für jeden Geschmack etwas dabei, ganz gleich ob "Franken-Rock" (Dorfrocker), Country (Patrizius & Die Ronny Nash Band), Deutsch-Pop mit keltischen Einflüssen (Julia Prinz), richtig großartiger Deutsch-Pop (Matthias Sagorski), "die neuen Könige der Tanzpaläste" (Tanzpalais), "Gospel" (St. Benedikt Gospel-Chor). Auch textlich war die gesamte Bandbreite des denkbar Möglichen vertreten - einige religiöse Titel, zwei "Problem-Songs" ("Kleine Marcella" und "Das kleine Kreuz am Straßenrand"), "Lebensfreude pur" ("Und ab geht die Lutzzzi"), aber auch gnadenlos Anbiederndes, geradezu Unaushaltbares ("Ich denk' so oft an meine Mutter").
Der große Gewinner des Abends war zweifelsohne Günther Behrle, der sich mit gleich Beiträgen für den Vorentscheid qualifizieren konnte (er wird im Übrigen auch für Südtirol mit einem Beitrag ins Rennen geben) - und das in seiner Doppel-Funktion als Komponist und Textdichter. Das Team Ralph Siegel / Bernd Meinunger war mit immerhin zwei Beiträgen vertreten. Sie hatten allerdings weitaus weniger Glück...Doch dazu später mehr.
Das Teilnehmerfeld warf bereits im Vorfeld einige Fragen auf: Wird "Ex-Hirte" Thomas Rothfuß mit seinem "St. Benedikt Gospel-Chor" seine (Ex-)Schäfer besiegen? Kann es Christian Edenharder, dem Sohn von Wolfgang Edenharder (Original Naabtal Duo), im Jahre "20" nach "Patrona Bavariae" gelingen, den "Grand Prix" zu gewinnen? Wird Patrizius - zusammen mit der Ronny Nash Band - kurz vor seinem 70. Geburtstag am 8. Juni 2008 ein Comeback gelingen?
Mittlerweile dürften so ziemlich alle Fragen beantwortet sein.
In bewährter smago! Manier bewerten wir nun im Folgen alle Wettbewerbsbeiträge mit "Noten" von ****** (= hervorragend) bis * (= eklatant schlecht), wobei unsere Bewertungen selbstverständlich rein subjektiv sind...
- 01 - Und ab geht die Lutzzzi - Die Dorfrocker ((Platz 4))
Ob Sie es uns jetzt glauben oder nicht: Die Top 3 beim deutschen Vorentscheid 2008 deckten sich 1:1 mit unserer Einschätzung. Allerdings hätten wir Marcel auf Platz 4 getippt und die Dorfrocker auf Platz 11... (...aber nur aus dem einen Grund, weil wir befürchteten, ihr Titel sei zu progressiv für diese Veranstaltung, aber wir wurden hier ja Glücklicherweise eines Besseren belehrt...).
Mögen einige (schlechte) Verlierer von "Wettbewerbsverzerrung" sprechen (in der Tat waren die Dorfrocker-Fans im Saal in der Überzahl), so haben es die Jungs völlig verdient unter die ersten 4 geschafft. Zudem sollte die Erfahrung der letzten Jahre ja gesagt haben, dass sich das Publikum in Nord, Ost, Süd und West einen feuchten Kehricht darum kümmert, wie die Stimmung in der Halle ist...
*****
- 02 - Lieber Gott (mach, dass er mich wieder liebt) - Julia Prinz ((Platz 12))
Der große Schlager-Fürst Ralph Siegel wollte - in bewährter Zusammenarbeit mit (Dr.) Bernd Meinunger - mit Julia Prinz sein großes Comeback beim "Grand Prix" schaffen. Warum ihm dies mit diesem hervorragenden Titel nicht gelungen ist, wird uns völlig schleierhaft bleiben. Deutsch-Pop mit leicht keltischem Einschlag, ein originell-raffinierter Text (und eben NICHT noch ein religiöser Schlager beim deutschen Vorentscheid), eine überaus attraktive Sängerin, die allenfalls etwas zu wild gestikulierte (hat wohl zu viele Michelle-Auftritte gesehen?)... - eigentlich stimmte hier alles. Vielleicht war der Song schlicht und ergreifend eine Spur zu gut...?
*****(*)
- 03 - Ja, auch dich beschützt ein Engel - Claudia & Alexx ((Platz 6))
Das junge (rein berufliche!) Paar Claudia & Alexx war zum dritten Mal in Folge beim deutschen Vorentscheid mit dabei. In diesem Jahr gingen sie mit einer Komposition von Henry Arland ins Rennen. Sehr sympathischer Auftritt, doch leider reichte es letzten Endes "nur" für Platz 6.
*****
- 04 - Wo seid ihr - Patrizius & Die Ronny Nash Band ((Platz 14))
Zunächst einmal: Wer sich - kurz vor seinem 66. Geburtstag (wobei das Leben "Mit 66 Jahren" ja erst so eben anfangen soll...!) - und noch dazu als Textdcihter (und Sänger der Original Nilsen Brothers) des Jahrhundert-Hits "Aber dich gibt's nur einmal für mich" und dann auch noch nach einer langjährigen schöpferischen Pause einer Wettbewerbssendung stellt, der hat uneingeschränkten Respelt verdient.
Patrizius hat sich zudem "völlig neu erfunden" und gemeinsam mit der Ronny Nash Band einen völlig neuen Patrizius "erschaffen". Der zweitletzte Platz bei diesem Vorentscheid sollte ihn keineswegs entmutigen. Denn: Die Zahl der Fans gut gemachter deutschsprachiger Country-Musik darf man unter keinen Umständen unterschätzen. Ein paar Auftritte bei den einschlägigen Festivals - und das Projekt geht auf!!!
*****
- 05 - Vom Egerland bis Oberkrain - Michael Klostermann und seine Musikanten / Die Jungen Original Oberkrainer ((Platz 3))
Es gibt sie also doch noch, die "echte Volksmusik". Auch wenn Ernst Mosch, der 1999 verstorbene Chef(dirigent) der Egerländer Musikanten, und Slavko Avsenik (zog sich vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurück) das Zepter längst aus der Hand gegeben haben, so können beide (Ernst Mosch eben "von oben herab") stolz darauf sein, mit welchem Eifer ihre Nachfolger ihrer beider Lebenswerke fortführen.
Und bewdingt durch die ca. 30 Mitwirkenden dürfte nun auch das Catering beim "Grand Prix Finale 2008" in Zürich etwas umfangreicher ausfallen, als ursprünglich geplant. (Ob der Schweizer Grand Prix-Abgesandte tatsächlich die Jugendherberge für Michael Klostermann und seine Musikanten sowie für die Jungen Original Oberkrainer buchen wird, war bis Redaktionsschluss noch nicht 100%-ig herauszubekommen...)
*****
- 06 - Kleine Marcella - Die Schmalzler ((Platz 9))
Die Bezeichnung "Schmalzler" steht zum einen für Schnupftabak, zum anderen aber auch für Lieder, die so schmalzig sind, dass einem selbiger glatt aus den Ohren herauskommt... (bei dieser Gelegenheit sagte die Frage gestattet, was Herr Selb eigentlich bei der After-Show-Party - als Geschäftsführer a. D. - zu suchen hatte... - da konnte einem ja glatt das Gulasch wieder hochkommen...!). Dieser (erste) "Problem-Song" (des Abends) über die "Kleine Marcella" wollte uns nicht so richtig überzeugen... Wir bitten vielmals um Entschuldigung... Aber: Gegen eine Prise Schnupftabatk hätten wir indes rein gar nichts einzuwenden...
***(*)
- 07 - Das kleine Kreuz am Straßenrand - Claudia Déchand ((Platz 5))
"Problem-Song" Nr. 2! Und: Vielleicht das erste (Selbst-)Plagiat des Abends! Denn: Dieser Titel aus der Feder von Günther Behrle erinnerte stellenweise doch sehr an "Venedig ist ein Katzensprung" vom Original Naabtal Duo...
36 Jahre nachdem die Sängerin Monica Morell mit "Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an" ("..."weil ein Sonntag mir meinen Tommy nahm...") einen großen Hit landen konnte, probierte es Günther Behrle erneut mit selbiger Problematik. Und natürlich hieß auch der Freund im Lied von Claudia Déchand - wie hätte es auch anders sein können - Tommy.
Ein grenzwertiger Beitrag. Allerdings absolut überzeugend vorgetragen von Claudia Déchand, die auf dem - denkbar undankbaren - fünften Platz landete (und das auch noch punktgleich mit den Viertplatzierten, den Dorfrockern, die jedoch die bessere Platzziffer hatten).
Herr Behrle scheint mittlerweile absolut kein Tabu mehr zu kennen. Aber auch solche Texte muss es weiterhin geben, also...:
****(*)
- 08 - Ich brauch dich zum glücklich sein - Matthias Sagorski ((Platz 13))
Ganz gleich, ob Mike Förster von "Tanzpalais" (und der versteht was von Musik!) oder sonst wer: Nahezu alle (hinter den Kulissen) waren sich darüber einig: Das war a) der beste Song des Abends und b) der beste Auftritt des Abends.
Warum hat es dennoch nur zum drittletzten Platz gereicht hat? - Einige Erklärungsversuche: Zunächst einmal sieht dieser Typ (Matthias Sagorski) so unverschämt gut aus (im Grunde genommen besser, als andere anderen Schlagersänger zusammen!), dass man als Mann wohl nie auf die Idee gekommen wäre, für ihn anzurufen... Was die holde Weiblichkeit betrifft, die dürfte beim "Anschmachten" des Sängers wohl gänzlich in Ohnmacht ge- (und somit ausge-)fallen sein.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass dieser wirklich exzellente Sänger, der sich ja bereits im Rahmen der ersten Solo-Tournee von Helene Fischer live unter Beweis stellen durfte, jetzt nicht das Handtuch schmeißt. Heizungsbauer gibt es viele. Sängerpersönlichkeiten wie Matthias Sagorski indes sind völlige Mangelware. Hoffen wir darauf, dass ihm auch seine Plattenfirma weiterhin die Stange hält. Diesen Künstler sollte man jetzt noch nicht aufgeben!!!
An dieser Stelle bitte eine Runde Mitleid mit dem Fanclubleiter von Helene Fischer, der - wohl in einem Anfall von Lebensmüdigkeit? - mit der smago! Chefredaktion um ein Essen gewettet hat, dass Matthias Sagorski in jedem Fall unter die ersten 4 kommt... Unbestätigten Gerüchten zu Folge sollen einige Hardcore Helene-Fans bereits einen Fond für ihren Fanclubleiter eingerichtet haben...
******
- 09 -Zeig uns das gelobte Land - St. Benedikt Gospel-Chor ((Platz 7))
Wer sich in letzter Zeit vielleicht einmal die Frage gestellt hat, "Was macht eigentlich Thomas Rothfuß", der weiß die Antwort spätestens seit jenem 21. Mai 2008. Der Ex-Schäfer-Oberhirte hat mittlerweile den St. Benedikt Gospel-Chor ins Leben gerufen. Mit dieser an Edelkitsch kaum noch zu überbietenden Darbietung ("Gib uns Frie-ie-den"...) - Komposition und Text: (natürlich!) Günther Behrle - waren Rothfuß & Co. für manche die Lach-Nummer des Abends, wiederum (viele!) andere fanden ganz offensichtlich Gefallen an ihrer "Botschaft". In jedem Fall ein interessanter Farbtupfer des Abends!
****(*)
- 10 - Ein bisschen Frieden ist zu wenig - Sternenfänger ((Platz 11))
(Das ist jetzt wirklich wahr!!!) Nachgefragt beim zuständigen Online-Promoter der Ariola: "Siehst Du eine Chance, von Nicole ein kurzes E-Mail-Statement zu bekommen, was sie davon hält, dass heute Abend beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik ein Song namens "Ein bisschen Frieden ist zu wenig" ins Rennen geht? Wäre nicht eigentlich sie gefragt gewesen, diesen Titel selbst zu singen? Sieht sie diesen Songtitel als Trittbrettfahrerei an? Ist der Song von "Sternenfänger" für sie glaubwürdig?"
Darauf ein zaghaftes "Sollen wir's versuchen" an den zuständigen Product Manager und (!!!) an das Büro von Nicole, die prompt (das allerdings "Mit vielen Grüßen"...) ausrichten ließ: "Man muss ja nicht alles kommentieren"...
Jetzt fragen wir SIE...: Was für die Chanson orientierte Popchlagersängerin gilt, gilt das nicht auch für das Online-Portal Ihres Vertrauens? Ja??? - Wir danken Ihnen...
Und deshalb unser Kommentar zur dieser (Lach-)Nummer (man hätte die "Sternenfänger" vielleicht noch einige Tage länger im Brutkasten belassen sollen)...: "Man muss ja nicht alles kommentieren..."
***
- 11 - Solange sich die Welt noch dreht - Marcel (Platz 10))
So, jetzt haben wir ein kleines Problem, denn: Marcel hat vor geraumer Zeit ja die ADS/smago!/MP-TV HITPARADE gewonnen. Zudem konnte er sich ein weiteres Mal platzieren. Jetzt möchten wir natürlich unbedingt, dass der junge Sänger mit seinem lausbübischen "Pinocchio" Gesicht auch zu unserer "Best Of" Sendung, die wir am Freitag, den 30. Mai 2008 in Waldbronn-Neurod (bei Karlsruhe) aufzeichnen werden, kommt. Und da wäre ein "Verriss" jetzt ganz gewiss nicht (taktisch) klug.
Es verhält sich aber wirklich so (und das schwören wir an Eides statt), dass uns dieser Titel ganz ausgezeichnet gefallen hat. Und wir können hier nur darauf hoffen, dass Sie uns das auch tatsächlich abnehmen.
Klasse gemacht, Marcel!!! Wir hätten Dich sehr gerne beim Finale in Zürich gesehen. (So aber bist Du in jedem Fall beim großen "Finale" der ADS/smago!/MP-TV HITPARADE mit dabei. Und das ist ja auch was! So - jetzt aber Schluss mit dieser Eigenwerbung!!!)
******
- 12 - Ich denk' so gern an meine Mutter - Captain Cook und seine singenden Saxophone ((Platz 1))
Dürfen wir jetzt den Joker ziehen? Ein einziges Mal? Bitte!!! - Nein??? - ups...:
Also: Captain Cook und seine singenden Saxophone sind mittlerweile das erfolgreichste Instrumentalensemble überhaupt (dass der Captain - welcher Captain auch immer es gerade ist... - auch "singt", bleibt ja zum Glück die seltene Ausnahme). Produzent Günther Behrle erzielt mit Captain Cook und seinen singenden Saxophonen Millionenauflagen. Und wir gönnen ihm jeden einzelnen Cent wirklich aus vollstem Herzen (das Album dürfte im Laufe der Zeit so oder so Gold-Status erreichen). Zumal die Instrumental-Stücke nun wirklich nicht weh tun. Wir freuen uns, dass auch das neue - gerade erschienene - Album "Du bist nicht allein" wieder hoch in die Charts geht. Und wir beglückwünschen das Ensemble dazu, dass es mittlerweile - mit großem Erfolg - auf "Solo-Tour" gehen kann. Und ob jetzt mittlerweile der 4., 5. oder 6. "Captain" an Bord ist (oder vielleicht sogar wieder mit an Bord ist - man blickt ja ja nun wirklich nicht mehr durch...), tut nun wirklich nichts zur Sache.
Aber dieser Titel...:
* (, wobei uns von Anfang an klar war, dass dieser Song das Rennen machen wird...) - selten etwas Schleimigeres, Anbiedernderes und schlicht und ergreifend Unaushaltbareres gehört...
Dennoch herzlichen Glück an Captain Cook und seine singenden Saxophone und an Günther Behrle (apropos: Wann kehrt eigentlich der Sänger Günther Behrle wieder auf die Bühne zurück? Weiß das zufällig jemand???)
Und damit uns seitens (Koch) Universal niemand auf die Finger haut...: Wenn wir hier das aktuelle Album "Du bist nicht allein" bewerten müssten (, welches uns SELBSTverständlich nicht vorliegt...), würden wir dies selbstverständlich mit der "Note" ***** bewertet haben...
- 13 - Eine Insel für uns zwei - Veronica Zimmer ((Platz 15))
Rote Laterne für Veronica Zimmer, eine Art Mensch gewordene Daisy Duck (eben mit Chiara Ohoven Entenschnabel). Völlig zun Unrecht, finden wir. Denn diese leicht swingende Komposition von Ralph Siegel - Text: (Dr.) Bernd Meinunger - zählte unseres Erachtens mit zu den besten Songs des Abends.
*****
- 14 - Glaube ist... - Die Schäfer ((Platz 2))
Die Schäfer sind längst eine feste Institution im volkstümlichen Schlagerbereich. Respekt, dass sie es nach ihrem Sieg beim deutschen Vorentscheid 2007 gleich noch einmal wissen wollten. Ihr Beitrag "Glaube ist..." kann durchaus als Ohrwurm bezeichnet werden. Das gleichnamige Album ist bereits seit 9. Mai im Handel erhältlich.
Die Komposition stammt im Übrigen von "Frau Flipper" Sonja Malolepski, die längst viel mehr als "nur" die Frau von "Flipper" Olaf Malolepski ist...
Wir hätten - offen gestanden - allerdings darauf getippt, dass sie die Gruppe Wir ins Rennen schickt... Für Wir wäre der deutsche Vorentscheid zum "Grand Prix der Volksmusik 2008" nämlich ein ungemein wichtiges Podium gewesen. Die Schäfer müssen nun indes damit leben, in diesem Jahr "nur Zweite" geworden zu sein. Määäähhhhh!!!
*****
- 15 - Komm her zu mir - Tanzpalais ((Platz 8))
Die Gruppe Tanzpalais aus Münster ("Die neuen Könige der Tanzpaläste") wird wohl als "Sieger der Herzen" in die Geschichte dieses Grand Prix Vorentscheids eingehen. Hier stimmte einfach alles (inklusive der Inszenierung ihres Auftritts). Und dass ein Platz im Mittelfeld nicht zwangsläufig Mittelmaß bedeutet, haben die vergangenen Jahre immer wieder eindrucksvoll bewiesen... Man denke beispielsweise nur an den Titel "Nur eine Mutter weiß, wo Honolulu liegt" von Margot Eskens - 1994 "nur" ein 7. Platz beim deutschen Vorentscheid. Heute zählt dieser Song (zum einen zu der von "Memory" erfundenen Kategorie "Schlagertexte aus dem Tollhaus und zum anderen) zu den absoluten Schlager-Evergreens überhaupt (Komponist und Textdichter: Günther Behrle).
Der Beitrag von Tanzpalais dürfte von allen 15 Wettbewerbsbeiträgen die besten Chancen in den Formatradiocharts "Deutscher Schlager" haben. Insofern besteht die für Sympathieträger aus Münster überhaupt kein Grund zum Trübsal blasen.
Und dass Gerd Jörling definitiv zu den besten Sängern in diesem unserem Lande zählt, weiß zwischenzeitlich auch fast jeder. Und vor dem Hintergrund der übermächtigen Konkurrenz darf man Tanzpalais guten Gewissens zu ihrem achten Platz und vor allem zu dem Titel "Sieger der Herzen" gratulieren.
******
- Soweit unsere ganz persönliche Sicht der Dinge.
Herzlichen Glückwunsch von smago! an die Der ARGE (= Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der musikalischen Unterhaltung) unter dem Vorstand von Gundula Walter zu so viel Abwechslungsreichtum.
Was die Quote betrifft, so kann man ebenfalls recht zufrieden sein.
Und was die (vermeintlich!) seriösen Medienpublikationen betrifft, so ist es seit jeher ein "lieb gewonnene Tradition", dass man den "Grand Prix der Volksmusik" kübelweise mit Hohn und Spott überschüttet. Wäre dem mal nicht so, dann hätten die Verantwortlichen nun wirklich was verkehrt gemacht...
Dennoch zu guter Letzt zwei Beispiele...:
So urteilte "Die Welt"...:
Und das hier verzapfte der "Focus"...:
Abschließend noch eine Anmerkung zum ZDF..:
a) Dass das Budget für dieses nach wie vor ungemein populäre (wenngleich nicht ganz unumstrittene) Format (aber so soll es ja auch sein!) - im Vergleich zum Vorjahr - nochmals gewaltig verknappt wurde, merkte man der Sendung absolut an: Keine aufwändigen Wasserspiele mehr, auf die Promi-Paten(für die Wertungen aus Nord, Ost, Süd und West) wurde in diesem Jahr gänzlich verzichtet, stattdessen musste das Original Naabtal Duo ran, das seinerzeit mit "Patrona Bavariae" (Komponist und Textdichter: Günther Behrle) den Sieg nach Deutschland geholt hatte. Und dass Willi und Wolfgang nicht einmal seinen Siegertitel von vor zwanzig Jahren singen durften, ist schlicht und ergreifend als echte "Sünde" zu bezeichnen.
UND
b) Es zeugt nicht gerade von guten Gastgeberqualitäten, die Künstler in ein (viel zu kleines) "Zelt" (als """Catering"""- und Aufenthaltsraum) zu pferchen. (Da ist die Künstlerbetreuung bei der ADS/smago!/MP-TV HITPARADE doch um ein Vielfaches besser..)
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