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15.11.2007 - 00:00:00

PETER KRAUS
Audio Interview mit Peter Kraus!

Der besondere Service von smago!...: Die Fragen an Peter Kraus können Sie hier LESEN, die Antworten von Peter Kraus können Sie hier HÖREN, wenn Sie auf die jeweilige Frage klicken...:

Bitte beachten Sie: Sollten Sie keine Möglichkeit haben, die Antworten von PETER KRAUS zu hören (zum Beispiel, weil Sie derzeit keinen Lautsprecher an Ihren Computer angeschlossen haben), so klicken Sie bitte ganz nach unten. (Weiter unten drucken wir die Antworten von Peter Kraus ab.)

Sinn und Zweck eines Audio Interviews ist es jedoch, die Antworten "seines" Stars zu HÖREN...:




Frage 1: Herr Kraus, Sie haben die 60 schon längst überschritten. Viele Gleichaltrige haben sich schon aus dem Geschäft zurückgezogen. Sie geben, um beim Titel ihres neuen Albums zu bleiben, "Vollgas". Haben Sie irgendwann daran gedacht, aufzuhören?



Frage 2: Wie haben Sie es geschafft, kontinuierlich im Geschäft zu bleiben, gefragt zu sein?



Frage 3: Was begeistert Sie am Rock'n'Roll, dass Sie immer wieder auf dieses Genre zurückgreifen, obwohl Sie sich auch in anderen Bereichen des Showgeschäfts bewährt haben?



Frage 4: Das Besondere an ihrem neuen Album besteht darin, dass Sie Klassiker aus der Rock'n'Roll Ära in deutschen Versionen interpretieren...



Frage 5: Wer hat die deutschen Texte zu den Rock'n'Roll Klassikern auf Ihrem neuen Album geschrieben?




Frage 6: Aus Trude Herr's Hit "Ich will keine Schokolade, im Original heißt der Titel ja "Percolator", haben Sie "Ich will keinen Porsche Turbo" gemacht...


 




Frage 7: Wie kam es dazu, dass Sie die Lieder ins Deutsche übertragen haben? Das letzte Rock'n'Roll Album hatten Sie doch in englischer Sprache aufgenommen. Hat sich dieses Konzept nicht bewährt?




Frage 8: Sie haben darauf geachtet, besonders originelle, auch selbstironische Texte zu schreiben?




Frage 9: Aus "Hippy Hippy Shake" ist bei Ihnen "Schicky Micky Maus" geworden. Worum geht es?




Frage 10: Sie galten als deutscher Elvis, ist da nicht Ihr eigenes Image als Peter Kraus auf der Strecke geblieben?




Frage 11: Wie halten Sie sich eigentlich fit. Viele beneiden Sie nach wie vor wegen Ihres Hüftschwungs?




Frage 12: Rock'n'Roll bedeutete ja, früher genauso wie heute - wenn ich an Ihr neues Album "Vollgas" denke -, dass es nicht nur um die "Kracher" geht, sondern auch um viele romantische Balladen...




Frage 13: Sie haben es sogar geschafft, dem Klassiker "The Wanderer" ((gab es seinerzeit ja bereits als "Ich bin ein Wanderer" von Ted Herold)) eine deutsche Version zu verpassen...




Frage 14: Wann hatten Sie Zeit, sich die Geschichten für die deutschen Texte auszudenken und zu schreiben?




Frage 15: Gibt es einen Lieblingstext?




Frage 16: Werden wir Sie mit den deutschen Versionen der Rock'n'Roll Klassiker auch auf der Bühne erleben können?

 

--- UND HIER NUN DIE FRAGEN + ANTWORTEN ZUM NACHLESEN ---

 

Frage 1: Herr Kraus, Sie haben die 60 schon längst überschritten. Viele Gleichaltrige haben sich schon aus dem Geschäft zurückgezogen. Sie geben, um beim Titel ihres neuen Albums zu bleiben, "Vollgas". Haben Sie irgendwann daran gedacht, aufzuhören?

Ich denke überhaupt nicht daran, aufzuhören, warum sollte ich auch. Ich habe Erfolg und ich habe ein Publikum, das gross genug ist, sage ich mal, da gibt es keinen Grund, nicht mehr "Vollgas" zu geben. Also momentan ist das in weiter Ferne.

Frage 2: Wie haben Sie es geschafft, kontinuierlich im Geschäft zu bleiben, gefragt zu sein?

Ich kann nur mit den Worten reden, die Fans mir schreiben oder so etwas, die sagen oder bewundern oder mögen, dass ich, wie sie es ausdrücken, mir sehr treu geblieben bin, also das heißt, ich kümmere mich um die Rock 'n' Roll Music, mit der ich vor xx Jahren also vor über 50 Jahren begonnen habe nach wie vor mit Begeisterung und ich habe in der Zwischenzeit zwar viele andere Dinge gemacht in jeder Richtung, aber ich habe mich doch, glaube ich, nicht dem Markt nachlaufend verändert. Also ich habe mich in der grossen Zeit der Tätowierungen und Piercings nicht verändert, um jetzt Publikum zu gewinnen, ich bin der Peter Kraus geblieben.

Frage 3: Was begeistert Sie am Rock'n'Roll, dass Sie immer wieder auf dieses Genre zurückgreifen, obwohl Sie sich auch in anderen Bereichen des Showgeschäfts bewährt haben?

Es ist einfach das, was mir schon am Herzen liegt, das ist der Rock 'n’ Roll gewesen und irgendwie kommt man wieder darauf zurück. Außerdem sage ich mir, ich bin zwar ein sehr fleißiger Bursche, aber ich bin auch gerne praktisch fleißig, das heisst, warum soll ich nicht das tun, was ich einfach aus dem Ärmel schüttle, warum soll ich mich auf irgendetwas konzentrieren, was ich ja auch gemacht habe wie Filmregie oder so etwas, was sehr viel Arbeit ist, sehr viel konzentrierte, schwere Arbeit. Wenn ich auf die Bühne gehe und zwei Stunden Rock 'n' Roll singe, dann habe ich das Gefühl, ja, jetzt habe ich ein bisschen Urlaub gemacht, jetzt hatte ich Spass und bin zufrieden. Trink’ ein paar Bier und leg mich ins Bett und bin der glücklichste Mensch. Es ist für mich keine, sag ich mal, keine Riesenarbeit, keine Riesenanstrengung. Und das ist doch schön.

Frage 4: Das Besondere an ihrem neuen Album besteht darin, dass Sie Klassiker aus der Rock'n'Roll Ära in deutschen Versionen interpretieren...

Als ich vierzehn war, wollte ich diese Lieder, die ich jetzt getextet habe, soweit sie schon auf dem Markt waren, gerne singen, aber damals war das amerikanische Musik, und warum soll man die übersetzen, wir machen was eigenes, da war kein Drandenken, das gross erfolgreich durchzuziehen, außer meinem ersten Titel, den ich überhaupt auf Platte gemacht habe "Tutti Frutti", aber da auch als Beispiel klipp und klar gesagt, da haben wir 100.000 Stück ungefähr verkauft und dann haben wir noch als zweiten Titel irgendeinen Presley Titel übersetzt, "Baby mach dich schön", "Baby treat me nice", und da waren wir auch so bei der 120, 150 (Anm. : Tausend), was für damals ein Flop war, also zumindest kein Flop, aber es war nichts Besonderes und dann haben wir mit der eigenen Musik angefangen, und sind dann auf Zahlen von 700.000 gekommen, das war schon etwas anderes. Das nur um zu erklären, das war zu wild, um nicht zu sagen, damals nannte man das scheußlicherweise Negermusik. Ja, und das bohrte schon in meinem Herzen immer, dass man diese Dinge nicht immer nur in Englisch singt, sondern das gleiche macht, da fortsetzt, wo ich damals irgendwo stehen geblieben bin, wo ich gesagt habe, okay, ich bring' den Rock 'n' Roll nach Deutschland und ich werde ihn in Deutsch machen für die deutschen Hörer und für die deutschen Fans, ja, das versuche ich jetzt ein bisschen später mit allen Klassikern und das hat tierisch Spass gemacht, muss ich sagen.

Frage 5: Wer hat die deutschen Texte zu den Rock'n'Roll Klassikern auf Ihrem neuen Album geschrieben?

Die sind alle von mir. Und die meisten Lieder haben witzigerweise gar keine deutschen Texte oder ganz miserabel schlechte, unveröffentlichte.


Frage 6: Aus Trude Herr's Hit "Ich will keine Schokolade, im Original heißt der Titel ja "Percolator", haben Sie "Ich will keinen Porsche Turbo" gemacht...

Es ist fast eine kritische Geschichte, weil es geht um einen verwöhnten Buben, der einfach in der Schule schlecht ist und wo der Papa ihm glaubt, wenn ich ihm einen Porsche gebe, dann werden die Noten besser, das ist natürlich ein Trugschluss, aber ich glaube, das ist eine ziemlich zeitnahe Geschichte, das passiert heute.

Frage 7: Wie kam es dazu, dass Sie die Lieder ins Deutsche übertragen haben? Das letzte Rock'n'Roll Album hatten Sie doch in englischer Sprache aufgenommen. Hat sich dieses Konzept nicht bewährt?

Es haben sich einige, so ein bisschen haben gesagt, ja, schön, aber in Englisch, warum singst Du nicht mehr Deutsch, also anders ausgedrückt, der erste Text von dieser Platte ist schon im Auto während der Tournee entstanden, ich habe dann da auf der Tournee angefangen, ja, man müsste das einfach mal versuchen und habe dann Spass daran gefunden und der erste Text war, ich weiss noch, auf "The Wanderer" -, das ist "Der Anmacher" und das hat auch die Richtung vorgegeben, also nicht jetzt schon schon, wie soll ich sagen., "Der Anmacher" ist ja mit Sicherheit ein Rückblick im Text, auf einen jungen Burschen in den 50er, 60er, das kann auch heute noch sein, also ein junger Mensch. Ich bin bestimmt kein Anmacher mehr, aber ich kann einen Anmacher spielen und das mach ich in der Nummer. Das hat aber so irgendwie, wie soll ich sagen, das Feeling für die ganzen Texte gegeben, dass ich auch teilweise in Rollen schlüpfen kann, von anderen Menschen und aus deren Leben berichten kann, gesanglich, und dadurch ist so ein bisschen die Linie der ironischen Texte ist dadurch entstanden.

Frage 8: Sie haben darauf geachtet, besonders originelle, auch selbstironische Texte zu schreiben?

Durch das erste Lied "Der Anmacher" habe ich gesagt, kann man auf dieser Ebene weiter gehen und dann habe ich es einfach versucht und deshalb ist ein grosser Teil dieser CD sind solche Lieder oder ich meine, zum Beispiel, was mein Lieblingslied ist, ist "Total ko.". "Total Ko." Ist auf "All Shock Up", ist die Geschichte von einem Mann, der wahrscheinlich einen One Night Stand hatte mit irgendeiner Wahnsinnsfrau und sagt, "ich bin total ko., aber heute Abend habe ich mich mit der wieder verabredet, gehe ich dahin oder, ne, das schaffe ich eigentlich gar nicht, das halte ich gar nicht durch." Ich sage jetzt mal, das sind keine alltäglichen Schlagertexte, wollen wir es mal so ausdrücken.

Frage 9: Aus "Hippy Hippy Shake" ist bei Ihnen "Schicky Micky Maus" geworden. Worum geht es?

In meinem Bekanntenkreis sind so wahnsinnig viele Freunde, die also Frauen haben, die husch, husch, husch und dann zusammen und dann geht es nur mehr los und warst du Shopping, Shopping, Shopping, wir waren da, und dort müssen wir hin und blablabla und das ist ne ganz einfache Geschichte, der liebt halt seine Schicki Micki Maus und wäre so gerne einmal, das sie zuhause bleibt bei ihm, und so mal eine gemütlichen Abend machen, aber es geht halt nicht, weil sie immer Termine hat und immer unterwegs ist, und er muss immer mitlatschen, ist, meine ich auch, eine ziemlich heutige Geschichte, passt nicht zur Musik der 50er Jahre, denn in den 50er Jahren gab es dieses Shoppingerlebnis, gab es noch nicht so.

Frage 10: Sie galten als deutscher Elvis, ist da nicht Ihr eigenes Image als Peter Kraus auf der Strecke geblieben?

Das ist eine immense Starthilfe, wenn man noch keinen großen Namen hat und der deutsche Rock 'n' Roll König oder irgend so etwas genannt wird, ist ne Riesenstarthilfe. Wir haben etwas dagegen gearbeitet, dann habe ich andere Titel bekommen wie "Heulboje" und andere Geschichten, auch nett, "Schluckaufsänger, auch lieb, und so weiter aber ganz nebenbei dazu erklärt, das ist der Grund, warum ich, und da bin ich schon ein bisschen traurig, Elvis nie kennen gelernt habe, weil, als er hier war, hat die Plattenfirma und auch mein Manager hat sich eigentlich gesträubt dagegen, das wir uns kennen lernen und Handshake-Foto machen, weil es natürlich dann wieder so ein Rückfall gewesen wäre. Irgend so ein böser Journalist hätte dann wahrscheinlich wieder geschrieben, Peter Kraus, die Kopie und das Original, dann wäre es wieder von vorne los gegangen, also haben wir das vermieden, und das tut mir natürlich leid. Zu dem damaligen Zeitpunkt habe ich natürlich nicht gedacht, dass er so früh stirbt und habe mir gedacht, naja, was soll es, irgendwann treffe ich den Burschen schon und das wusste ich nicht, das ist ein bisschen schade.

Frage 11: Wie halten Sie sich eigentlich fit. Viele beneiden Sie nach wie vor wegen Ihres Hüftschwungs?

Man muss einfach dran bleiben und den Körper bewegen Und mein Prinzip ist, wenn es irgendwo weh tut, dann wird das nicht beruhigt, oder ausgeruht, dann wird das erst recht bewegt, das ist kein Geheimnis, das sagt ein Freund und Arzt wie Müller-Wohlfahrt, der Fußball macht, der sagt das auch, das ist ganz normal. Gut die kriegen viel Geld dafür, aber wenn die was drauf kriegen, müssen sie es in erster Linie mal wieder bewegen, so schnell es geht, aber nicht ausruhen. Und ein ähnliches Prinzip im Kleinen mache ich halt auch und noch funktioniert es.

Frage 12: Rock'n'Roll bedeutete ja, früher genauso wie heute - wenn ich an Ihr neues Album "Vollgas" denke -, dass es nicht nur um die "Kracher" geht, sondern auch um viele romantische Balladen...

Die Kracher oder die heißen Dinge sind nicht so gegangen, die waren wirklich noch so wild und gerade Elvis ist ein gutes Beispiel, wenn man die Hitparaden durchschaut von damals, womit Elvis hier auftauchte, dann war das "Love me tender", "Muss i den zum Städtele hinaus", also die einzige Nummer, die in den Charts war, war "Jailhouse Rock", auf Grund dessen, weil es der Titel des Films war, aber im Grunde genommen, sind seine Slownummern, seine Balladen, die den Mädchen ins Herz rein gingen, besser gelaufen und bei ihr war es genauso. Mein meistverkaufter Titel ist die unheimlich fetzige Rocknummer "Schwarze Rose, Rosemarie" – ein Walzer, gefolgt dann von "Sugar baby", was so ein bisserl Country ist, wenn man so will, Deutsch Country, aber dann kommt eben lange kein Rock 'n' Roll Titel, das ist eben so, das muss auch so sein, das gehört dazu, deshalb haben wir ein paar schöne Nummern aufgenommen, langsame, meine Frau meint, das sind die schönsten Titel und ich, ganz ehrlich gesagt, die nächste Platte möchte ich ne richtig schöne, nur Balladen und Schnulzen aus der alten Zeit machen, das würde mir auch Spass machen, denn ich singe wahnsinnig gerne, obwohl man mir das nicht zutraut, so Lieder wie "Twilight Time", "Im Abendrot" habe ich daraus gemacht, was jetzt in eine ganz andere Richtung geht, ich muss jetzt ganz ehrlich sagen, weil "Im Abendrot", das ist die Geschichte, wo ein Mann an eine Frau denkt, die nicht mehr bei ihm ist, die wahrscheinlich auch nicht mehr lebt und an einer bestimmten Stelle eben an sie denkt. Da spielt natürlich, da sage ich ganz ehrlich, der Tod meiner Tochter eine Rolle, ich sage das nur, beim texten ist das so, dass man an bestimmte Dinge denkt und dass darauf macht, nur um ein Beispiel zu geben, dass da nicht nur witzige Kracher drauf sind.

Frage 13: Sie haben es sogar geschafft, dem Klassiker "The Wanderer" ((gab es seinerzeit ja bereits als "Ich bin ein Wanderer" von Ted Herold)) eine deutsche Version zu verpassen...

Es sind unheimlich viele Reime und da habe ich nach einem Wort gesucht, aus dem man was machen kann. Und das ist "staune". "Ich staune und bin verwirrt, ich habe mich doch nie geirrt". Es sind immer die Doppelreime, "doch jetzt bist du abgeschwirrt", ich weiß nicht, wie es weiter geht, aber ich meine, das ist mehr, das ist auch ein ernster Text, am Schluss schmeißt er sie raus. Wenn ich so nachdenke, ist da überhaupt nichts Ironisches, alles ernst gemeint.

Frage 14: Wann hatten Sie Zeit, sich die Geschichten für die deutschen Texte auszudenken und zu schreiben?

Die meisten Texte sind entstanden, also im Auto schon auf der letzten Tournee, oder im Auto, wenn ich von Lugano, wo ich wohne, nach Deutschland fahre und die zwei Stunden langweilige Autobahn mit 120 überstehen muss, wo ich immer fast einschlafe, da spiele ich immer die Nummern durch und da sind mir die Geschichten eingefallen, also ich sag , das ist meistens das. Oder am Flugplatz sieht man mich meistens, wenn man mich sieht, texten. Und im Flugzeug, einfach zum Zeitvertreib. Und da ist mir zum Beispiel eingefallen vom "Go, Johnny, Go" das ist, finde ich, ein lustiger text, weil es heisst, "Go, Billy, go" bei mir und ist natürlich, was man unschwer schnell merkt, ein netter Text auf den Bill von Tokio Hotel. Der ne Riesenkarriere macht und die Karriere, ist ein bisschen bösartig getextet, lieb trotzdem gemeint, auf Grund seines Outfits macht, wie es heute wirklich oft die Möglichkeit ist, meine nicht nur Tokio Hotel sondern überhaupt. Es ist heute einfach so, dass das Ganze Drumherum, wo kommt er her, Wie sieht er aus, und so weiter, ist oft mehr, als was singt er, und da beschreibe ich eben so eine Figur, der sich dann irgendwann zurückzieht mit seinem Geld, die Haare rasiert und keiner kennt ihn mehr, er ist abgeschminkt und Gott sei Dank erkennt ihn niemand mehr und er kann genüsslich sein Leben vollenden als ganz junger Mensch. Das finde ich ganz lustig. Ist mein Humor.

Frage 15: Gibt es einen Lieblingstext?

"Manchmal" ist zum Beispiel, was ist denn "Manchmal", "Manchmal ist in meinen Augen ein sehr schöner Text, ein sehr ernster Text und der ist auf "Listen to the rhythm of the falling rain", das ist eine Liebesgeschichte im Original, ein Verlassener, der im Regen spazieren geht und so weiter. Und das ist doch ein bisschen kritischer Text und das ist mein Lieblingstext, weil er wirklich meine persönliche Empfindung aussagt. Wir beschweren uns über das Leben, wie es ist und manchmal sitze ich eben da und denke, wie wäre es zum Beispiel, wenn alle Menschen gut wären auf dieser Welt und keine Angst vor dem Tod, weil du mit 55 stirbst am Tag X und wie wäre das dann, jeder wäre nett zu dem anderen, keiner würde den anderen übers Ohr hauen, ich meine, es wäre fad, aber es gibt vielleicht andere Möglichkeiten, aber in der Richtung ist der Text.

Frage 16: Werden wir Sie mit den deutschen Versionen der Rock'n'Roll Klassiker auch auf der Bühne erleben können?

Das nächste Tourneeprogramm wird diese Platte Rock'n'Roll sein, aber eben 80 % Deutsch und man kann dann wieder mehr Entertainment machen, weil man einfach vor der Nummer die Nummer anmoderieren kann, weil die Leute dann 100 % den Text verstehen und zwar alle oder nach der Nummer seine Bemerkung macht, also man kann mehr Entertainment draus machen als nur ein Rock ‚n’ Roll Konzert, wo man einen Fetzer nach dem anderen bringt und die Leute eigentlich oft nicht dazu bringt, dass die Leute versuchen mit zu hören, was singt er da eigentlich in Englisch, sollen sie ja auch nicht, die sollen sich unterhalten, aber bei Deutsch hören sie automatisch zu, kritischer und dann kann man ein bisschen andere Art von Programm machen, nämlich mehr Entertainment, und da freue ich mich schon sehr drauf, das wird mir sehr viel Spaß machen.

Quelle: Reinhard Meynen

 

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Kommentare:

17.11.2007 18:45:09

Vollgas!
Wie kann es sich ein Herr Kraus einfach erlauben zu sagen das Die früheren deutschen Texte einfach mieserabel waren ?? Er ist doch nur neidich das er sie teilweise nicht gesungen hat und wenn man sich die Lieder von Ihm anhört dann wird man regelrecht krank.Er soll doch bitte aufhören sich selber als Rock`n`Roll King zu bezeichnen er war es nie und wird es nicht.
Ulf

geschrieben von: Ulf Ritterbach
 

 

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