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08.08.2005 - 00:00:00
MARCEL
Man könnte ihn glatt für den jüngeren Bruder von Jantje Smit halten...!
Seit dem 26. Mai 2005 hat Deutschland (s)einen neuen Kinderstar: MARCEL, der stimmlich sehr stark Jantje Smit nacheifert und sich ganz offensichtlich auch intensiv mit dessen Gestik beschäftigt hat, sang sämtliche Mitbewerber beim deutschen Vorentscheid zum "Grand Prix der Volksmusik" in Grund und Boden. Der junge Sänger erzielte mit seinem Beitrag "Rote Rosen für Mama" (Komponist: Willy M. Willmann; Textdichter: Robert Jung) die Maximalpunktzahl.
Seine Plattenfirma Koch Universal belohnt ihn dafür mit seinem ersten Solo-Album. Dieses ist mit 33 Minuten und elf Sekunden zwar nicht gerade üppig ausgefallen, enthält dafür jedoch insgesamt elf eingängige Songs. Einmal wär' er "so gern ein Kapitän", ein anderes Mal "so gern ein Vögelein". Wohl eben deswegen besingt er auch "Die weißen Tauben von Santa Lucia". Er besingt des Weiteren den "3. Mai 3003" (an just diesem Tag wird, so Gott will, die smago!-Chefredaktion auf ihren 1.032. Geburtstag anstoßen! Hierzu sind Sie bereits heute allesamt recht herzlich eingeladen! Die Einladung geht rechtzeitig zu Ostern 3003 an Sie raus - versprochen!). Netterweise zwitschert Marcel (zwitschert deshalb, weil er ja so gern ein Vögelein wär'...) auch gleuch noch "Ein Lied für graue Tage". Danke, Marcel!! Bis dahin ist jedoch noch genug Zeit, dass einem "Die weißen Tauben von Santa Lucia" auf den Kopf oder sonst wohin scheißen und auf diese Weise für 'Sommersprossen' der etwas anderen Art sorgen können... By The Way: "Deine Sommersprossen" ist ein ausgesprochen tanzbarer Titel. Gleiches gilt für "Ich wär' so gern ein Vögelein".
Das Produzententeam David Ritt und Benjamin Zibret hat dem jungen Talent ein sehr, sehr abwechslungsreiches Album maßgeschneidert. Und wer jetzt meckert "was - nur elf Titel?!" - im Regelfall enthält ein Album von Koch Universal 14 Titel - der möge sich überlegen, was ihm lieber ist: Elf wirklich gute Titel oder 14 oder mehr Songs mit einigen "Nieten" (sog. "Füllern"). Zudem muss Marcel ja noch zur Schule gehen...
Jantje Smit wurde zu Beginn seiner Karriere als "der neue Heintje" vermarktet. Marcel darf ohne Wenn und Aber als "der neue Jantje Smit" bezeichnet werden. Und das ist doch auch ein schönes Kompliment!
Album-Info "Rote Rosen für Dich" (Quelle: Koch Universal)
Nein, ein typisches "Wunderkind" ist der Lausbub Marcel sicher nicht – er ist eigentlich ein ganz normaler Dreizehnjähriger, der gern Schnitzel mit Pommes isst und mit seinen Freunden Radfahren und Fußballspielen geht. Und doch zeichnet ihn etwas "Wunderbares" aus: Seine Stimme.
Die ist außergewöhnlich und hat einen so hohen Wiedererkennungswert, wie wir ihn vergleichsweise von Heintje oder Jantje Smit kennen. Sein Beitrag zur Deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik 2005 bestach demnach auch durch die eindrucksvolle Stimme des jungen Interpreten aus. "Rote Rosen für Mama" ist ein Danklied an alle Mütter, die beständig dafür Sorge tragen, dass es allen in der Familie gut geht. Ein Plädoyer für den täglichen "Muttertag".
"Klar ist dieses Lied für alle Mütter geschrieben worden", ist sich Marcel bewusst. "Aber trotzdem: Die beste Mama der Welt habe ich! Sie hat immer alles im Griff und sorgt immer dafür, dass es ALLEN gut geht." "Alle" – das sind bei Marcel neben Mama Rosemarie auch noch Papa Michael, der den Nachwuchskünstler zu den Auftritten chauffiert und zwei Brüder. Manuel ist 16 und Andy ist fast 3 – und Marcel findet, dass es tolle Brüder sind, auch wenn sie ihm das Leben manchmal schwer machen. "Umgekehrt aber sicher auch", lacht Marcel.
Marcel wohnt mit seiner Familie in der Nähe von Karlsruhe und besucht dort die August-Heinrich-Schule. Sein erster Auftritt war auf seiner Erstkommunion-Feier. Seitdem musizieren er und sein Bruder Manuel gemeinsam. Manuel war es auch, der ihm das Gitarre- und Akkordeon-Spielen beibrachte. Mit seiner sympathischen, fröhlichen und ehrlichen Art singt er sich in die Herzen des Publikums. "Ich singe aber nur Lieder, die ich wirklich gut finde" erzählt Marcel. "Die Leute, die zuhören merken schnell, ob man das auch wirklich denkt, was man singt. Und wenn’s unehrlich wirkt, dann mögen sie es nicht."
Vor seinem ersten großen Fernseh-Auftritt beim Grand Prix war er natürlich sehr aufgeregt. Doch mit seiner bemerkenswerten Stimme hat er dort souverän Publikum und Fernsehzuschauer begeistert. "Und jetzt," freut er sich, "darf ich im September zum Internationalen Finale nach Zürich reisen!" Und bis dahin hat er auch längst schon sein erstes eigenes Album im Gepäck...
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