21.12.2007 - 00:00:00
KRISTINA BACH
Die CD "Sterne leuchten auch im Winter" im smago! Test!
Sängerin, Textdichterin, Produzentin, Talent-Scout, Verlegerin, Geschäfsfrau, Chaos-Königin und neuerdings auch Burgfräulein... - eigentlich müsste die Visitenkarte von KRISTINA BACH mindestens DIN A 4 Format haben.
Format hat sie jedoch auch so. Seit nunmehr fast 25 Jahren steht sie bereits auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Dieser "Umstand" wird im kommenden Jahr mit einer großen Jubiläums-Tournee würdig gefeiert.
Mit ihrer neuen Produktion "Sterne leuchten auch im Winter" schenkt uns die charismatische Sängerin 16 neue Titel zur Winter-, Weihnachts- und Neujahrszeit.
Muntere - bisweilen durchaus freche - up Tempo Songs bilden einen perfekten Kontrast zu den einfühlsamen und packenden Balladen.
Das hymnische "Tränen machen stark" wurde von Kristina ganz bewusst als eine Art "Fortsetzung" des 1997 erschienenen Hit-Titels "Gib nicht auf" (im Duett mit Drafi Deutscher) konzipiert.
"(...)Tränen machen stark
Für das, was kommen mag.
Und wenn ein Flügel bricht,
Dann lern ich, neu zu fliegen(...)"
Mit diesem eindringlichen Appell, (eben) nie aufzugeben, bildete sie den perfekten "Soundtrack" zur großen "José Carreras Gala 2007".
In eine ähnliche Kerbe schlägt Song Nr. 3, "Ein neuer Morgen kommt bestimmt", der bisweilen - allerdings ganz dezent - an Elton John's "Nikita" erinnert.
Zu den "Kuschel-Balladen" darf man die Titel "Winter in Venedig", "In deinem Arm überwintern", "Regenbogen in der Nacht", "Zünd einen Stern in Kinderaugen an", "Schenkt mir Zeit", "Frieden für die Welt" sowie "Glut und Eis" zählen.
Doch Frau Bach kann auch anders: "Winter in Venedig", "Tausend Fenster", "Hätt ich nur ein' Wunsch frei", "Hab einen Traum" sind einige der munteren up Tempo-Songs, zu denen sich außerdem das Hit-Duett mit Patrick Lindner ("Ein Gefühl wie Weihnachten") gesellt.
Die Songs Nr. 10 und 13 verdienen sogar das Prädikat "extrem tanzbar". Zweifelsohne darf man diese beiden "Beiträge" zu den origenellsten Titeln auf "Sterne leuchten auch im Winter" zählen. In "Frohes neues Jahr, Ihr Lieben" nimmt sich "die Bach" ein Stück weit selbst aufs Korn.
"(...)Ich werd nie mehr zickig sein
Kauf nur zehn paar Schuhe ein
Werd mich von allem Seelen-Müll befrei'n(...)",
verspricht sie. In der Branche unkt man bereits, dass sie Vorsatz Nr. 1 ("Ich werd nie mehr zickig sein") unter Garantie (und das selbst unter öffentlicher Beobachtung von Herrn Silbereisen...!) bereits am 2. Januar 2008 gebrochen haben wird. Wenngleich smago! überhaupt nicht verstehen kann, dass Kristina Bach ständig als "absolute Oberzicke" gefürchtet wird. Wir haben über die Jahre nur beste Erfahrungen mit ihr gemacht. Und dass sie von ihrem Umfeld professionelles Arbeiten erwartet, kann man doch beim besten Willen nicht als "Zickigkeit" auslegen. Und dass man durchaus mal zur Furie werden kann, wenn man in der Yellow Press Zitate in den Mund gelegt bekommt, die man so niemals gemeint (geschweige denn: gesagt!) hat, ist auch mehr als verständlich. Doch zurück zu Kristinas aktueller CD: Wetten, dass "Frohes neues Jahr, Ihr Lieben" an Silvester 2007 und Neujahr 2008 der mit Abstand meistgespielte Titel sein wird?! Zu den "Spaß-Songs" auf "Sterne leuchten auch im Winter" zählt zudem "Weihnachtsmann sucht Weihnachtsfrau" - eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art.
Zum Ausklang des Albums offeriert uns "die Königin des kristallklaren Sounds" - ihre Produktionen halten jedem Vergleich mit internationalen Produktionen stand - ihre Version des traditionellen Titels "Weißt du, wie viel Sternlein stehen". (Man beachte auch hier das raffinierte Arrangement.)
Alle (!) Titel wurden von Kristina Bach und Tommy Mustac produziert, zudem stammen alle (!!!) Texte aus der Feder von Kristina Bach, die zudem an allen (!) Kompositionen (mal mit Unterstützung von Tommy Mustac, meist jedoch mit der "Hilfe" von Frank Kretschmer) beteiligt war. Sie ist eben eine absolute "selbst-made-Frau", unsere Kristina!
"Sterne leuchten auch im Winter" wartet mit einem ungemein breiten stilistischen Spektrum auf.
Unser Fazit: Mit diesem Album lässt sich der kalte Winter mühelos überstehen, zumal Kristina Bach für alle Stimmungs- und Gemütslagen etwas Passendes im Angebot hat.
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