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02.09.2008 - 00:00:00
GRAND PRIX DER VOLKSMUSIK
Große Show, starke Quote und ein (fast) gerechtes Ergebnis!
Im 23. Jahr seines Bestehens steht der "Grand Prix der Volksmusik" noch immer hoch im Kurs. 3,66 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 16,5 %) interessierten sich am Samstag, den 30. August für das große Finale des "Grand Prix der Volksmusik 2008", welches live im Hallenstadion in Zürich ausgetragen wurde (in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurden allerdings nur 0,20 Millionen Zuschauer und 2,5 % Marktanteil erreicht).
In Österreich verfolgten 662.000 ORF-Zuschauer das 145-minütige Spektakel, was einem Marktanteil von schier unglaublichen 33 % entsprach.
Francine Jordi und Sascha Ruefer mit viel Witz und Esprit durch das Programm. Das Schweizer Fernsehen präsentierte sich - vor und hinter den Kulissen - als erstklassiger Gastgeber.
Das Schweizer Saalpublikum war bestens drauf; beispielhaft, wie die Schweizer ihre Teilnehmer anfeuerten und unterstützten. Von "Reserviertheit" (- die man den Schweizern ja immer "vorwirft" -) überhaupt keine Spur. Selbst die Pressevertreter der Schweiz ließen sich im Nu von der hervorragenden Stimmung anstecken (in Deutschland undenkbar, dass die Presse mal echte Begeisterung zeigt...).
Das musikalische Spektrum war breit gefächert. Für hervorragende Farbtupfer sorgten u.a. Oesch's die Dritten / die Dorfrocker / Kapelle Oberalb, Domingo Rey & Los Brillantes Paraguayos / Michael Klostermann und seine Musikanten & Die Jungen Original Oberkrainer / Stodertaler Gaudi Express (die mit der Maultrommel...).
Indes fiel der Titel "Ich denk' so oft an meine Mutter" von Captain Cook und seinen singenden Saxophonen - wohl ob des unsäglichen Textes und des schier grausamen Gesangs - beim Saalpublikum gänzlich durch. Auch bei den Schäfern, die mit "Glaube ist..." einen tollen Auftritt boten, setzte sich ein Stück Schweizer Reserviertheit durch.
Klare Publikumslieblinge waren - natürlich - Oesch's die Dritten, gefolgt von den Klostertalern.
Für die besondere Heiterkeitsnote sorgten unfreulich die etwas biederen Geschwister Niederbayer, die nämlich "Die alte Madonna" besangen. Nicht ahnend, dass die "Queen Of Pop", eben die alte (mittlerweile 50-jährige) Madonna, nur wenige Meter Luftlinie vom Austragungsort des "Grand Prix der Volksmusik 2008" zeitgleich ihr erstes Schweiz-Konzert (vor weit mehr als 70.000 begeisterten Fans) gab (hätte Frau Ciccone davon Wind bekommen, dass just während ihrer Bühnenperformance "Die alte Madonna" besungen wurde, sie hätte ihre Show vermutlich abrupt abgebrochen und wäre mit ihrem 250 Leute umfassenden Mitarbeiterstab die Schweiz sofort auf Nimmerwiedersehen verlassen...!). ... Und da sage noch mal einer, Volksmusik-Texte seien nicht aus dem Leben gegriffen...
Sieht man einmal von dem unverdient schlechten Abschneiden der Schäfer (nur Platz 12) ab, kann man mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Der 3. Platz für Oesch's die Dritten geht absolut in Ordnung. Die Dorfrocker, die es beim deutschen Vorentscheid gerade noch mal so - als Vierte - ins Finale geschafft hatten, können auf ihren vierten Platz absolut stolz sein. Und der mittlerweile gänzlich ergraute Bergfeuer-Indianer muss sich über seinen fünften Rang auch nicht grämen.
Dass die Klostertaler letzten Endes erst durch einen Fachjury-Entscheid zu den tatsächlichen Siegern des "Grand Prix der Volksmusik 2008" gekürt werden und dass man zur Stunde immer noch nicht weiß, wer sich eigentlich hinter dieser Fachjury verbirgt, wird zur Stunde natürlich noch heftigst diskutiert in der Branche. Aber so sind nun einmal die Regeln. Und so gratulieren wir den Klostertalern recht herzlich a) zu ihrem zweiten Sieg beim "Grand Prix der Volksmusik" (, nachdem sie es 1993 - damals noch als "Die Jungen Klostertaler" - schon einmal geschafft haben, den "Bergkristall" abzuräumen...), b) zu einem überaus starken Titel und c) zu einem wirklich ausgezeichneten Auftritt. Jedoch gratulieren wir ebenso herzlich Vincent & Fernando a) zum besten zweiten Platz in der 23-jährigen Geschichte des "Grand Prix der Volksmusik", b) zum 3. zweiten Platz in Folge (2006, 2007, 2008), c) zu ihrem ebenfalls sehr starken Titel "Glaube an Gott" (aus der Feder von Günther Behrle) und d) wer weiß, vielleicht gehen die "Sieger der Herzen" 2009 ja noch einmal an den Start...? Und spätestens dann sollte es endlich klappen...
Quelle: Andy Tichler, Chefredakteur SMAGO.de
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