29.01.2008 - 00:00:00
EUROVISION SONG CONTEST 2008
Die Teilnehmer der zwei Halbfinale stehen fest!
Kick-off für den Eurovision Song Contest 2008: In der serbischen Haupstadt Belgrad, dem Gastgeber des diesjährigen ESC, wurden die Teilnehmer der Halbfinales gezogen. Die Startreihenfolge steht noch nicht fest, diese wird erst im März gezogen. Sicher ist aber: Deutschland wird das erste Halbfinale am 20. Mai übertragen und ist auch damit auch in dieser Runde stimmberechtigt. Neben Deutschland wird Spanien von den "Großen Vier" das erste Semifinale übertragen, Frankreich, Großbritannien und Serbien das zweite Halbfinale am 22. Mai. Der NDR wird das Seminfinale live ab 21. Uhr übertragen, außerdem steht auf www.eurovision.de ein Livestream zur Verfügung - für beide Halbfinalssendungen.
Erstmals in der Geschichts des Grand Prix gibt es in diesem Jahr zwei Halbfinales – die hohe Teilnehmerzahl von 43 Ländern macht dies notwendig. Abgeschafft wurde das in den vergangenen drei Jahren geltende System, demzufolge 14 Länder bereits für das Finale qualifiziert waren, zehn weitere Länder wurden in einem Halbfinale ermittelt. Nach Protesten gegen - angebliche oder echte - Schiebungen durch osteuropäische Länder wurde die Regel geändert. Welche Nation in welchem Halbfinale starten darf, entscheidet aber nicht etwa die geographische Lage - Ost gegen West oder ähnlich - , sondern ein Losverfahren. In diesem Jahr wären außerdem 29 Länder in nur einem Halbfinale gestanden - das hätte sich über vier Stunden hingezogen. Spannung lag auch in der Luft, als Moderatorin Jovana Jankovic mit schließlich mit der Ziehung begann. Und so ist das Ergebnis:
1. Halbfinale:
Bosnien-Herzegowina
Montenegro
Slowenien
Estland
Finnland
Norwegen
Belgien
Griechenland
Niederlande
Andorra
Irland
Rumänien
Armenien
Israel
Moldawien
Russland
Aserbaidschan
Polen
San Marino
2. Halbfinale
Albanien
Kroatien
Mazedonien
Dänemark
Island
Schweden
Bulgarien
Zypern
Türkei
Lettland
Litaue
Portugal
Weißrussland
Georgien
Ukraine
Tschechien
Ungarn
Malta
Schweiz
Die Prozedur
Die Leitungsgruppe der EBU für den Song Contest hat ausrechnen lassen, welche Länder sich in den vergangenen Jahren in einer besonderen "ästhetischen" Nachbarschaft befanden, die sich in spektakulären Punktwertungen ausdrückte. Als Datengrundlage für die statistische Prüfung wurden die Ergebnisse der ESC bis ins Jahr 2005 zurück genommen - also Helsinki, Athen und Kiew.
Sechs Töpfe hat die Eurovision für die 38 Länder des Halbfinales gebildet, wobei sich in zwei Töpfen sieben Länder befanden, in vieren jeweils sechs. Per Los kommt aus jedem Topf die eine Hälfte der Länder in das erste Halbfinale (Dienstag, 20. Mai), die andere Hälfte der Länder ins zweite Halbfinale (Donnerstag, 22. Mai). Abstimmen dürfen im jeweiligen Halbfinale nur die teilnehmenden Ländern und bestimmte bereits fürs Finale gesetzte Länder (siehe unten "Die Großen Vier und der Vorjahressieger").
Topf 1: Albanien, Bosnien & Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Slowenien
Der Balkan auf einem Haufen - das heißt, dass in jedem Halbfinale nur je drei Länder des ehemaligen Jugoslawien inklusive Albanien teilnehmen.
Topf 2: Dänemark, Estland, Finnland, Island, Norwegen, Schweden
Auch die skandinavischen Länder - von denen vier zu einer Sprachfamilie gehören - und das nördlichste der baltischen Länder sind in einem Topf. Sie können keinen großen Block mehr bilden.
Topf 3: Belgien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Niederlande, Türkei
Die Chance, dass Griechenland und Zypern in einem Halbfinale sind und sich fast automatisch je zwölf Punkte zuschieben, ist geringer geworden.
Topf 4: Andorra, Irland, Lettland, Litauen, Portugal, Rumänien
Aus Irland kamen in den vergangenen Jahren stets mächtige Punktwerte ins Baltikum - die Nachbarschaft ist nicht ausgeprägt, aber auf der grünen Insel arbeiten fast 250.000 Letten und Litauer - und die riefen wohl immer für ihre Heimatlieder an. Die Chance, dass sie es wieder können, ist geringer geworden.
Topf 5: Armenien, Weißrussland, Georgien, Israel, Moldau, Russland, Ukraine
Die frühere Sowjetunion in einem Topf plus Israel, wo die meisten ihrer Zuwanderer aus dem Ostblock stammen: Auch die quasi russische Blockbildung soll so gemindert werden.
Topf 6: Aserbaidschan, Tschechien, Ungarn, Malta, Polen, San Marino, Schweiz
Im letzten Topf sind alle beinah neutralen Länder sowie die Neulinge San Marino und Aserbaidschan versammelt.
Die "Großen Vier" und der Vorjahressieger
In einem weiteren Losverfahren wurde ermittelt, welches Halbfinale die "Vier Großen" (Großbritannien, Frankreich, Spanien und Deutschland) übertragen müssen; auch der Gastgeber Serbien bekommt ein Halbfinale zugelost. Alle fünf feststehenden Finalisten stimmen im jeweils von ihnen übertragenen Halbfinale mit ab - per Televoting. Alle fünf Länder können das für sie nicht zugeloste Halbfinale ebenfalls übertragen, aber bei diesem nicht mitstimmen.
Wer kommt ins Finale?
Die Teilnehmerländer eines Halbfinale stimmen per Televoting ab, welche neun Nationen ins Finale kommen. Ein zehnter Finalist aus jedem der Halbfinals wird von einer Backup-Jury ermittelt. Das muss nicht das Land sein, das beim Televoting einen zehnten Platz geschafft hat. Ins Finale kommt der höchste von der Jury gevotete Act, der nicht bereits per Televoting ins Finale gekommen ist.
Die Startreihenfolge in den Halbfinals und im Finale wird später ausgelost - dies findet am 17. und 18. März wiederum in Belgrad statt. Im Finale, in dieser Hinsicht ist das Regelwerk nicht geändert worden, können wieder alle Länder abstimmen, auch jene, die im Halbfinale ausgeschieden sind.
Quelle: www.eurovision.de
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