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28.09.2009 - 00:00:00

AMIGOS
smago! Event Bericht: "Amigos & Freunde" Fest (mit Andy Borg, Alpentrio Tirol, G.G. Anderson, Daniela Alfinito...) am 26.09.2009 in Reiskirchen-Saasen!

Bernd und Karl.Heinz Ulrich - "Zwei Brüder, die durchs Feuer geh'n"...:

Vom 25. - 27. September 2009 wurde das beschauliche Örtchen Reisfelden-Saasen (Oberhessen) für drei Tage zu einer Art Weltmetropole: Aus allen Winkeln des Landes waren die Fans gekommen, um beim zweiten großen "Amigos & Freunde" Fest mit dabei zu sein. Das "Vorspiel" besorgten am Freitagabend Ricky Berger, Daniela Alfinito, die diesjährigen Gewinner des "Grand Prix der Volksmusik" Vincent & Fernando sowie die Gastgeber selbst. Am Sonntag klang das 3-tägige Spektakel mit einem "Frühschoppen" aus, der sich jedoch bis zum späten Nachmittag hin(durch)zog. Der Schwerpunkt aber lag auf dem Samstag. Hier wurden mit Daniela Alfinito (Tochter von "Amigo" Bernd Ulrich), dem Alpentrio Tirol, Stargast Andy Borg und Überraschungsgast G.G. Anderson"schwere Geschütze" aufgefahren:

Der Einladung der Amigos war u.a. auch Rosi Jacob und Pudel (von den Jacob Sisters) gefolgt.Auch Wijbrand van der Sande, eine Art "Seelenverwandter", denn der beliebte Moderator, dem man nachsagt, "ganz Holland im Griff" zu haben, kuscht auch nicht vor Obrigkeiten und packt in seinen Kolumnen, die er neuerdings auch für smago! schreibt, immer wieder gerne heiße Eisen an... Von der Plattenfirma MCP war gleich eine ganze Delegation angerückt (an vorderster Front natürlich: Karl Krajic, von der "Musikantenstadlpost" gerade in die Top 20 der 100 wichtigsten Branchenpersönlichkeiten gewählt, nämlich auf Platz 15). Und: Wichtiger als alles andere - das große Festzelt, wieder extra für das große "Amigos & Freunde" Fest aufgebaut, war bis auf den letzten Platz restlos ausverkauft. Obwohl über ein Fassungsvermögen von 2.200 Personen verfügend, war die Kapazitätsgrenze auch in diesem Jahr wieder bis zum geht-nicht-mehr ausgeschöpft.

Ankomme im VIP-Zelt Reiskirchen-Saasen. "Amigo" Karl-Heinz begrüßt den smago! Chefredakteur mit folgenden Worten: "Andy, es gibt Neuigkeiten von den Amigos. Die Amigos schlafen ab sofort nur noch in getrennten Hotels" und lacht verschmitzt. Karl-Heinz hat eben den Schalk im Schalken. Nein, keine Sorge: Bei den Amigos stimmt nach wie vor alles, der "Hausfrieden" ist längst noch nicht 'in den Brunner' gefallen. Karl-Heinz hat nur einen Witz gemacht...

Bereits um 17.00 Uhr beginnt das Vorprogramm. Die Melodie Boys bitten zum Tanz, diverse regionale Größen dürfen sich einem großen (und ausgesprochen dankbaren!) Publikum präsentieren, bevor es pünktlich um 19.30 Uhr heißt: Die Show beginnt.

Moderator und Sänger Heiko Wolf eröffnete das Programm mit (s)einem eigens für die Amigos geschriebenen Titel "Zwei Brüder, die durchs Feuer geh'n". Mit ihrem Versprechen an die Fans (Bzw. mit der "Drohung" an ihre Kritiker...) "Wir hör'n niemals auf" starteten die Amigos dihren ersten bunt gemischten Melodien-Reigen. Und bereits nach zwei weiteren Songs ("Mein Sohn, der Trucker" und "So heiß wie ein Vulkan") durfte der geneigte Zuschauer feststellen: für die Amigos war am 26. September schon Weihnachten. Sie wurden bereits zu diesem Zeitpunkt von ihren Fans mit Geschenken regelrecht überhäuft. Die Bühne glich einem Blumen- und einem Weinflaschenmeer.

Die Amigos wissen, was sie ihren Fans zu verdanken haben. Bernd Ulrich erinnert sich: "Kein Radio, kein Fernseher, aber diie treuen Fans standen immer hinter uns" und machten einen Bierbrauer (Bernd) und einen LKW-Fahrer (Karl-Heinz" buchstäblich über Nacht zhuerst zum "Musikantenkönig" und später dann auch zum "Musikantenkaiser". (Bei der - inzwischen leider abgesetzten - Sendung "Achims Hitparade" gab es immer nur die Einzahl, also "König" statt "Könige". Hätten sich die Kastelruther Spatzen diesem Wettbewerb gestellt, so wären auch sie "nur" 'Musikantenkönig' und nicht "Musikantenkönige" gewesen...) Bei "Dann kam ein Engel" sah man im Publikum in ein Meer aus Transparenten ("Danke, dass es Euch gibt!"), Plakaten und Fahnen.

Weiter ging's mit "Ein Tag im Paradies" (Bernd versprach: "Dahin nehmen wir Euch alle mit"), bevor mit "Zwei goldene Ringe" ein eher balladeskes Lied an die Liebe vorgetragen wurde.

Dann DIE Überraschung: Bei "Juanita" schlich sich heimlich, still und leise ein gewisser Gerd Graowski alias G.G. Anderson (das Doppel-G steht bei ihm für Gassenhauer-Gen...) auf die Bühne, um den von ihm geschriebenen Titel mit den Amigos zu singen. Die Amigos waren völlig perplex, aber auch - vor Freude - aus dem Häuschen ("Du Verbrecher!", "So ein Vagabund!" - "kommt der Kleine einfach auf die Bühne rauf und singt mit"). Bernd Ulrich brachte es auf den Punkt, in dem er anmerkte, dass es "in dieser Mafia-Branche" "noch ehrliche Freunde" gibt.

Mit "Ich geh für dich durchs Feuer", mittlerweile zu einer Art "Nationalhymne der Amigos" gereift, sowie bei "Ich bin dem Himmel nah" versetzte das Brüder-Paar (der Kleine war inzwischen wohl wieder spielen gegangen...) die Zuschauer(innen) wieder dermaßen in Ekstase, dass die Amigos ihr Publikum mit "Engel der Liebe" erst wieder ein bisschen runtercoolen mussten...

Und schon kam es zur nächsten Unterbrechung: Karl Krajic, seines Zeichens Geschäftsführer von MCP, betrat die Bühne und hielt eine Dankesrede an die Amigos. "Ein Österreicher, ein Österreicher", ereiferte sich das Volk im Saal. Karl Krajic betonte, dass zwischen den Amigos und seinem Haus nicht nur eine geschäftliche Verbindung bestünde, sondern inzwischen auch eine ehrliche Freundschaft. Allen Unkenrufen zum Trotz, die Umsätze der Amigos würden nach den ersten beiden Produktionen steil bergab gehen, sei das genaue Gegenteil festzustellen und übergab den Amigos zunächst einmal eine Goldene für über 100.000 in Deutschland verkaufte Einheiten des aktuellen Albums "Sehnsucht, die wie Feuer brennt". Bernd und Karl-Heinz Ulrich ließen es sich nehmen, diesen Titel spontan für ihre Fans in voller Länge zu singen. Doch es ging gleich munter weiter zur Sache: Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Ehefrauen der Amigos, Doris (Karl-Heinz) und Heike (Bernd). Denn, so Karl Krajic: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine erfolgreiche Frau. Und speziell die Frauen der Amigos haben im Hintergrund immer viel, viel gearbeitet (die beiden irrsinnig sympathischen und aufgeschlossenen Damen betreuen - und das in kompletter Eigenregie - den Fan-Stand und das Merchandising der Amigos). Ebenfalls mit Gold bedacht wurde Produzent und Komponist Michael Dorth, denn: Hinter jeder erfolgreichen Schallplattenproduktion steht ein Mann, der im dunklen Keller sitzt... Auch die Chor-Sängerinnen Heike Hielscher - besser bekannt unter ihrem Künstlerinnennamen Denise (und als solche eine der Lieblingssängerin des smago! Chefredakteurs) - sowie Daniela Alfinito wurden mit Edelmetall belohnt.

Mehr und mehr entwickelte sich Karl Krajic, der im Übrigen auch ein hervorragender Fotograf ist, zum Regisseur des Abends und übernahm das Kommando: "Publikum - bitte noch mal aufstehen... und Technik: bitte ein schönes Licht fürs Publikum". Und wenn man schon aus dem Ötztal nach Reiskirchen-Saasen kommt, dann soll sich das auch so richtig lohnen... "Wichtig sind auch gute Titel", führte er weiter aus, deswegen wurden auch G.G. Anderson sowie Franz Wolf vom Alpentrio Tirol (über deren Song "Ein kleines Herz" bemerkte Karl Krajic: "Jedes Mal, wenn ich diesen Titel höre, stellen sich bei mir die Haare auf") mit ausgezeichnet. Auch auf die Bühne gebeten wurde die Mutter von Bernd und Karl-Heinz Ulrich, die zwar stramm auf die 90 zugeht, aber noch lange nicht mit den Hühnern schlafen geht...

Weiteres Edelmetall müsse man für eine große Fernsehsendung zurückhalten, erklärte Karl Krajic. Nicht jedoch, ohne zumindest noch 3-fach Gold für mehr als 30.000 in Österreich verkaufte Exemplare des drittletzten Amigos-Studioalbums "Der helle Wahnsinn" zu verleihen. Und wieder warfen die Amigos spontan ihr Programm um und sangen - die Mutter in ihre Mitte nehmend - "Du bist der helle Wahnsinn". Bernd Ulrich erklärte: "Die Zusammenarbeit mit MCP gestaltet sich wunderbar. Da stimmt die Chemie. Dort werden wir bleiben bis zum Ende." Also mindestens bis Ende 2011, denn bis dahin läuft der aktuelle Vertrag.

Der Auftritt von Daniela Alfinito ist uns unbedingt eine Extra-Meldung wert, daher überspringen wir sie an dieser Stelle und sind somit beim "Überraschungsgast des Abends" angelangt, nämlich bei G.G. Anderson. Der Tausendsassa des deutschen (und auch internationalen!) Schlagers, der in diesem Jahr einen runden Geburtstag (knapp über 40...) feiert, zeigte einmal mehr, dass er der "König der Festzelte" ist. Der "doppelte G-Punkt des Schlagers" brachte die Fans mit "Kali spera, Griechenland" und "Eine Stunde, dein Mann zu sein" in totale Ekstase. G.G. ließ es sich nicht nehmen, auch seinen ganz, ganz neuen Titel "Alle Liebe dieser Welt" - endlich mal wieder eine typische G.G. Anderson-Schnulze - beim Publikum "anzutesten". Das Ergebnis - wie könnte es auch anders sein...: Hit!!! Natürlich war auch "Lena" bei G.G.'s "Kamikaze-Auftrritt" mit von der Partie, bevor Herr Grabowski aus Eschwege mit einem "Hit-Medley" das ultimative i-Tüpfelchen auf seinen Auftritt setzte.

Jetzt war es für die Amigos an der Zeit, die Leitungen ihrer engagiertesten Fan-Clubs mit einer Urkunde auszuzeichnen, bevor das Alpenpedaltrio Tirol, pardon: das Alpentrio Tirol mit all seinen großen Hits aufwartete.

Mittlerweile war es 22.30 Uhr vorbei - und der Stargast des Abends scharrte bereits ungeduldig mit den Hufen. Andy Borg betrat - mit obligatorischen "Bühnenstolperer" - die Bühne und stimmte die Menge sogleich mit "Angelo mio" so richtig ein, bevor er das Publikum an diesem "frühen Spätnachmittag" begrüßte. Gleich als zweiten Titel kredenzte er den Zuschauer(innen) den Titel, der als die wohl erfolgreichste "Schlager-B-Seite" (zumindest seit den 80ern) in die Geschichte eingegangen ist: "Die berühmten drei Worte" waren seinerzeit als B-Seite von "Arrividerci Claire" verbraten worden, entwickelten sich jedoch im Laufe der Jahre eine ganz spezielle Eigendynamik. Es gibt wohl kaum ein Wunschkonzert, das ohne diesen - von Andy bereits seinerzeit selbst mit-geschriebenen - Titel auskommt. Und längst ist der Song "Die berühmten drei Worte" - neben "Adios amor" - DIE musikalische Visitenkarte von Andy Borg.

Den brandneuen Song "Die kleinen Stunden" sang Andy nur kurz an (eine Strophe - ein Refrain). Und das hatte folgenden Grund: "Meine Frau verkauft gleich die neue CD. Wenn Sie wissen möchten, wie die Geschichte weitergeht, kaufen Sie sich das neue Album 'Santa Maria'". Man sagt den Borgs (speziell Andys Birgit) nicht zu unrecht eine gewisse Geschäftstüchtigkeit nach. (Allerdings wäre sie ja eine schlechte Managerin, wenn dem nicht so wäre.) Kein Wunder, dass Birgit Borg in der Branche hinter versteckter Hand bisweilen auch "Hilde" genannt wird - in Erinnerung an Hilde Alexander, die leider viel zu früh verstorbene Frau von Show-Mammut Peter Alexander.

Dass aus Wien nicht nur Schmarrn (Kaiserschmarrn...) kommt, bewies Andy Borg nun eindrucksvoll mit dem starken Titelsong seiner gerade erst am Freitag, den 18. September 2009 in den Handel gekommenen neuen CD "Santa Maria", der sich sogleich in die Herzen der Andy Borg-Fans eingebrannt hat und als einer seiner stärksten Titel seit Ewigkeiten gilt. Mit "Sie waren Freunde" (- komponiert und getextet von Mel Jersey -) und "Diese Frage gilt nicht" (- die aktuelle Radio-Single -) wurden gleich noch zwei weitere Schmankerl aus dem neuen Album offeriert.

Dann griff der derzeitige "Musikantenstadl" Moderator ganz tief in die Mottenkiste - und besang einmal mehr "Die Fischer von San Juan". Mit "Delilah" erwies Andy Borg seinem großen Vorbild Peter Alexander Referenz (- die englische Originalversion wurde seinerzeit von Tom Jones gesungen -).

Selbstverständlich durfte auch "Adios amor" und "Arrivicerdi Claire" - wie die meisten anderen Songs auch mit spontanen Textumdichtungen versehen - nicht fehlen. Der Sprechteil dürfte sich bei Andy Borg übrigens die Wage gehalten haben mit dem Gesangsteil... Nur: Bei den Amigos lief er zu keiner Zeit Gefahr, einfach ausgeblendet zu werden...

Nach seinem Auftritt ließ sich Andy Borg noch kurz am Autogrammstand blicken, bevor es dann wohl wieder gen Heimat ging. Eigentlich hätte man ja noch ein bisschen weiter mit den Amigos mitfeiern können... Aber der Terminplan von Andy & Birgit Borg ließ dies wohl mal wieder nicht zu.

Den Fans war das ziemlich schnell egal, denn jetzt war es noch mal an der Zeit: Die Amigos bestritten den zweiten Teil ihres Programms. Diesmal präsentierten sie sich, was ihre Glitzer-Anzüge betrifft, als Amigos im Elvis-Style. Noch einmal brachten sie das Zelt so richtig zum Kochen, das sich langsam, aber sicher (es war mittlerweile ja auch weit nach Mitternacht...) in eine Art Tropfsteinhöhle verwandelte... Als Bernd und Karl-Heinz zu guter Letzt dann auch noch ihre aktuellen "Hit-Mixe" zum besten gaben, wurden die anwesenden Statiker ganz bleich im Gesicht. Jedoch: Sie hatten einen ebenso guten Job gemacht wie die Tontechniker der Amigos (der Sound war - bis in den hintersten Winkel des Riesenzeltes - exzellent) sowie alle anderen fleißigen Helferlein der Amigos.

Für Karl-Heinz Ulrich endete der Abend übrigens erst um 07.00 Uhr am Sonntagmorgen. Und dennoch stand Karl-Heinz bereits am Sonntagmittag für seine Fans wieder Gewehr bei Fuß, um - gemeinsam mit Bruder Bernd - für Fotos zu posieren, CDs zu unterschreiben und vor allem: einfach mal ein ungezwungenes Pläusschen mit den Fans zu halten.

Wijbrand van der Sande ("Spiel mir einer!") brachte die Erfolgsformel der Amigos mit ganz wenigen Worten auf den Punkt: "Das ist unglaublich!!! Die sind einfach echt!!!". Wenn das sogar schon ein Holländer merkt...


 

Übrigens: Das nächste "Amigos & Freunde Fest" (2010) wird nicht mehr in Reiskirchen-Saasen, sondern in Gießen über die Bühne gehen. Gäste dann u.a.: das Nockalm Quintett, Maxi Arland, die Calimeros und Daniela Alfinito.



Foto-Credit: Manfred Esser

Quelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.net

 

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